Aktion

Telefon-Aktion für Leser zu Augenerkrankungen

Die Augenkrankheit Grauer Star ist heute schnell zu operieren.

Foto: Kruse

Die Augenkrankheit Grauer Star ist heute schnell zu operieren.

Düsseldorf.   Bei der Telefonaktion von NRZ, Rhein Bote und einer Ratgeberveranstaltung werden neue OP-Methoden in der Augenheilkunde vorgestellt.

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Die Umwelt wird nur noch in Ausschnitten gesehen, beim Lesen verschwimmen die Buchstaben vor den Augen: Es ist ein Alptraum und zugleich im Laufe des Lebens normal, dass man nicht mehr so gut sehen kann. „Mit Blindheit und Sehbehinderung müssen vor allem Menschen höheren Alters zurechtkommen. Während bei den Menschen unter 20 Jahren in Deutschland nur 47 von 100 000 Einwohnern blind sind, betrifft dieses Schicksal bei den 60- bis 80-Jährigen schon 237 und bei denjenigen, die älter als 80 Jahre sind, sogar 1556 von 100 000 Menschen“, erklärt der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. Häufige Ursachen für Sehschwierigkeiten sind der Graue Star, das Glaukom (Grüner Star) und die altersbedingte Makuladegeneration (AMD).

Gesundheitsforum stellt aktuelle Therapien vor

Wer Fragen dazu hat, kann am Freitag, 9. März, bei einer Telefonaktion mit Dr. Babac Mazinani, Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde am Marien Hospital Düsseldorf, anrufen. Aktuelle Therapien und operative Möglichkeiten, um etwas gegen diese Erkrankungen zu unternehmen, werden am 12. März von 17.30 bis 19.30 Uhr beim Gesundheitsforum des VKKD (Verbunds Katholischer Kliniken Düsseldorf) in Zusammenarbeit mit dem Rhein Boten und der NRZ vorgestellt. Unter dem Titel „Auch im Alter den Durchblick behalten – neue OP-Methoden in der Augenheilkunde“ informieren vier Expertinnen und Experten im Maxhaus, Schulstraße 11, und stehen dem Publikum nach ihren Vorträgen auch für Fragen zur Verfügung.

Neue Behandlungsmöglichkeiten beim Grauen Star

Nach einer kurzen Einleitung zur modernen Augenheilkunde im Marien Hospital Düsseldorf durch Professor Theodor Königshausen, Ärztlicher Direktor des VKKD, befasst sich Dr. Katja Severing, Leitende Oberärztin der Klinik für Augenheilkunde am Marien Hospital, mit dem Thema „Den Schleier lichten – neue Behandlungsmöglichkeiten bei Grauem Star“. Die Expertin erklärt: „Der Katarakt, auch Grauer Star genannt, ist eine Alterserscheinung, keine Krankheit. Eine Operation und damit das Einsetzen einer Kunstlinse sind sehr sicher, Komplikationen sind sehr selten.“ Dr. Severing wird erläutern, wann der richtige Zeitpunkt für einen Eingriff gekommen ist, und verschiedene Möglichkeiten der Narkose vorstellen. Zudem wird sie Fragen zu den Kunstlinsen beantworten.

„Wenn der Sehnerv unter Druck steht – minimalinvasive Konzepte der Glaukom-Therapie“, lautet anschließend der Titel des Vortrags von Oberärztin Dr. Nicola Vandemeulebroecke. Sie erklärt, wann und warum es sinnvoll ist, den Augeninnendruck messen zu lassen und den Sehnerv zu untersuchen, um den so genannten „Grünen Star“ (Glaukom) aufzuhalten: „Sind die Nervenzellen im Auge durch den hohen Druck erst einmal geschädigt, lässt sich dies nicht mehr rückgängig machen.“ Die Folge eines unbehandelten Glaukoms: Das Gesichtsfeld wird immer mehr eingeschränkt. Die Spezialistin stellt Therapien und chirurgische Konzepte vor, um den Augeninnendruck individuell unter Kontrolle zu bekommen und zu senken – und so Schäden zu verhindern.

Therapie bei der Makuladegeneration

Bei der Makuladegeneration wird der Punkt des schärfsten Sehens auf der Netzhaut angegriffen. „Dadurch kann man seine Lesefähigkeit verlieren und auf längere Sicht erblinden“, sagt Privatdozent Dr. Babac Mazinani. Er stellt die beiden Varianten dieser Erkrankung – feuchte und trockene Makuladegeneration – vor. „Seit zehn Jahren haben wir die Möglichkeit, erfolgreich mit Spritzen gegen die trockene Form vorzugehen“, sagt Dr. Mazinani. Er wird diese Therapie erläutern und Fragen dazu beantworten. Auch seine Kolleginnen stehen dem Publikum nach den Vorträgen in einer moderierten Runde für Ratschläge zur Verfügung.

Dr. Babac Mazinani ist am morgigen Freitag, 9. März, für Fragen rund um altersbedingte Augenerkrankungen von 16.30 bis 17.30 Uhr am Lesertelefon von NRZ und Rhein Bote erreichbar. Eine Stunde lang beantwortet der Chefarzt der Klinik für AugenheilkundePrivatdozent unter der Telefonnummer 0211/16708-39 Fragen rund um Erkrankungen des Sehens.

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