Digitale Medien

Medienkompetenz wird an Düsseldorfer Schulen immer wichtiger

Bereits Kita- und Schulkinder erlernen in Düsseldorf den verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien und dem Internet.

Bereits Kita- und Schulkinder erlernen in Düsseldorf den verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien und dem Internet.

Foto: Alexandra Roth

Düsseldorf.  Die Stadt Düsseldorf sieht sich in Sachen Medienkompetenz an Schulen und Kitas gut aufgestellt. Derweil bereitet die Diakonie neues Konzept vor.

Die Stadt Düsseldorf sieht sich in Sachen Medienkompetenz gut aufgestellt. Das geht aus einer Antwort auf eine NRZ-Anfrage hervor. So habe man für Kinder und Jugendliche zahlreiche Bildungskonzepte, bei denen bereits in den Kitas damit begonnen wird, den Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien beizubringen. Doch auch für Erwachsene und insbesondere Senioren gebe es viele verschiedenen Angebote, um ihre Medienkompetenz zu verbessern.

„In den städtischen Kitas setzen sich die Kinder altersgerecht mit den unterschiedlichsten Medien spielerisch auseinander“, heißt es seitens der Stadt. So können die Kindern gemeinsam mit den Erziehern eigene Hörspiele und Trickfilme erstellen oder CDs besingen. Basiskompetenzen wie Text- und Bildbearbeitung lernen die Kinder mit Programmen wie „Schlaumäuse“.

Verbesserte Infrastruktur

Außerdem können die Kleinen bereits einen „PC-Führerschein“ erwerben. Und auch die Eltern werden geschult: „Regelmäßige Elternabende zum Umgang mit Medien werden in den städtischen Kitas angeboten“, erklärt die Stadt in der Mitteilung. An Projekten, wie dem aktuell laufenden „Unsere Kita wird medienkompetent, wir sind dabei“ beteiligen sich derzeit Kitas in Gerresheim, Lierenfeld und Stockum.

An den Schulen setzt die Stadt auf die Infrastruktur. „Bereits seit 2012 hat die Stadt für die Schulen auf Tablets als Lernwerkzeuge gesetzt“, heißt es weiter. Seitdem bestehe die Möglichkeit, flächendeckend in den Schulen mobile Endgeräte für den Unterricht zu nutzen. So seien derzeit mehr als 7500 Tablets im Einsatz. „Dadurch wird flexibleres Lernen möglich, bis hin zum digitalen Arbeiten an außerschulischen Lernorten“, so die Stadt weiter. „Die Tablets werden in allen Schulformen, von der Grundschule bis zum Berufskolleg, in allen Fächern und allen Jahrgangsstufen eingesetzt.“ Die Schüler lernen somit den selbstverständlichen Umgang mit digitalen Werkzeugen, so dass sie bestens für ihr Berufsleben aufgestellt seien.

Umgang mit Beleidigungen und Mobbing

Wichtig sei dabei auch die Beratung zum adäquaten Umgang mit Beleidigungen oder Mobbing, dem altersgerechten Umgang mit sozialen Medien. Der Erzieherische Kinder- und Jugendschutz bietet dafür regelmäßige Workshops zum Thema „sicheres und reflektierendes Mediennutzungsverhalten“, sowie den jährlich stattfindenen Wettbewerb „mit(Medien)machen“ an.

Erwachsene können auf ein differenziertes Angebot der Volkshochschule (VHS) zurückgreifen. Allerdings sind diese Veranstaltungen nicht kostenfrei. Für Senioren gibt es außerdem Angebote in den von der Stadt geförderten „Zentren Plus“. Dort veranstalten die jeweiligen Träger oft Kurse zum Thema „digitale Bildung“. Darüber hinaus gibt es Schulungen und Workshops zum Thema PC, Smartphone und Tablet. „Diese Angebote werden nach Auskunft der Träger sehr gut und zahlreich angenommen und sind zum Teil kostenlos“, resümiert die Stadt.

Auch bei der Diakonie findet Medienkompetenz immer mehr Beachtung

„Die Angebotsvielfalt zeigt bereits, dass wir sehr gut aufgestellt sind“, fasst Stadtdirektor Burkhard Hintzsche zusammen. „Für jeden einzelnen Bereich gibt es darüber hinaus konkrete Beispiele, wie diese Qualifizierung aussehen kann.“ Das betont auch die Stadt in ihrer Mitteilung: „Die Nutzung der Informationstechnologie ist seit der Einführung des Medienkompetenzrahmen NRW 2012 gestiegen.“

Auch bei der Diakonie, Träger vieler städtischer Einrichtungen, findet das Thema Medienkompetenz immer mehr Beachtung: „Wir sind gerade dabei, ein Konzept für alle Kitas zu entwickeln. Bisher gibt es da nur Einzelprojekte“, so Sprecher Christoph Wand. „Medienkompetenz wird da eher im Alltag gelernt. Wir sehen aber auch, dass das Thema immer wichtiger wird.“

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