Meisterschaft im Klettern kommt nach Hilden

Hilden.   Hier sind Beweglichkeit und Kondition gefragt: Zweimal im Monat trainiert der Sportkletterer Jan Hojer aus Köln in der Bergstation in Hilden, immer dann, wenn er nicht gerade zu Wettkämpfen durchs Land reist. Der 25-Jährige ist seit elf Jahren Mitglied im Nationalkader und bereitet sich zurzeit auf die Deutsche Meisterschaft Lead vor. Ausrichter des Wettkampfes ist der Deutsche Alpenverein. Das Turnier findet am Samstag, 4. November 2017, von 9.30 Uhr bis 20 Uhr in dem Kletterzentrum am Ende der Bahnhofsallee statt.

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Hier sind Beweglichkeit und Kondition gefragt: Zweimal im Monat trainiert der Sportkletterer Jan Hojer aus Köln in der Bergstation in Hilden, immer dann, wenn er nicht gerade zu Wettkämpfen durchs Land reist. Der 25-Jährige ist seit elf Jahren Mitglied im Nationalkader und bereitet sich zurzeit auf die Deutsche Meisterschaft Lead vor. Ausrichter des Wettkampfes ist der Deutsche Alpenverein. Das Turnier findet am Samstag, 4. November 2017, von 9.30 Uhr bis 20 Uhr in dem Kletterzentrum am Ende der Bahnhofsallee statt.

„Und das aus gutem Grund“, findet Jan Hojer. „Die Bergstation ist eine der besten Hallen in der Region. Vor allem die Trainingsbedingungen in den Disziplinen Lead und Speed sind super.“ Die beiden Gründer Justin Bohn und Marcel Buchmann hoffen, dass sich das durch die Meisterschaft noch weiter herumspricht. 500 bis 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauer aus ganz Deutschland werden erwartet. „Das ist nicht nur für die Bergstation, sondern auch für Hilden gute Werbung“, freut sich Wirtschaftsförderer Christian Schwenger.

Die Eintrittskarten für 7 Euro können ab sofort unter bergstation.nrw reserviert werden. „Der Besuch lohnt sich“, verspricht Marcel Buchmann. „Immerhin treten Topathleten wie Jan Hojer, Yannick Flohé und Ruben Firnenburg an diesem Tag gegeneinander an.“

Neben dem Nationalkader gehen auch der Deutsche Meister aus dem Vorjahr und acht Kletterer aus den Regionen Nord-Ost, Süd und West an den Start. Sie alle teilen sich ein Ziel: Die Route möglichst höher als die Konkurrenz zu klettern. „Es ist eine Kunst, die Routen genau so zu planen, dass sie zwar schaffbar sind, aber nur der beziehungsweise die Beste tatsächlich oben ankommt“, erklärt Marcel Buchmann.

„Routenplaner, die das können, kann man deutschlandweit an zwei Händen abzählen.“ Drei von ihnen arbeiten die Touren für die Deutsche Meisterschaft in der Bergstation aus. 2017 findet der Wettkampf um den Deutschen Meistertitel erstmals nicht als dreiteiliger Deutscher Leadcup, sondern als eine Einzelveranstaltung statt.

Für ein Event solcher Größe ist die Hildener Bergstation optimal ausgerichtet. „Wir haben die passenden Wände, mit 17 Metern die geforderte Höhe, einen Gastrobereich und auf beiden Ebenen ausreichend Platz für die Gäste“, berichtet Justin Bohn. „Wer von der Empore aus zuschaut, hat eine perfekte Aussicht. Näher dran geht‘s nicht.“ Dass Bohn und Buchmann die Meisterschaft nach Hilden geholt haben, hat gleich mehrere Gründe.

„Uns ist es ein wichtiges Anliegen, den Leistungssport zu fördern“, erklärt Justin Bohn. „In der Bergstation soll jeder die passende Route finden, vom Anfänger bis zum Spitzensportler. Unser ältestes Mitglied ist 80 Jahre alt und kommt jede Woche mit dem Gehstock zu uns.“ Das freut auch Claudia Ledzbor. Die Leiterin des städtischen Sportbüros sieht außerdem viel Potential für die Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen: „Klettern fördert die Ausdauer und die Gesundheit. Außerdem werden bei diesem Sport nahezu alle Muskeln beansprucht.“

Das Turnier ist gleichzeitig auch Startschuss für eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Bergstation und Deutschem Alpenverein. „Wir werden offizieller Partner des Nationalkaders“, erklärt Bohn. „Das heißt, wir bieten für das Training speziell ausgezeichnete Routen an. Die kann dann jeder, der möchte, nutzen.“ Auch Jan Hojer wird dafür noch einige Male die Strecke von Köln nach Hilden pendeln: „Nach der Meisterschaft ist vor der Meisterschaft und 2020 ist Klettern erstmals olympisch.“ Bei Olympia in Tokio will der Spitzensportler unbedingt dabei sein.

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