Kreis Mettmann.

Michaela Noll: Nur allein gegen Fracking

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Kreis Mettmann. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Michaela Noll (Foto) mag nicht zusammen mit den sozialdemokratischen Bundestagsabegeordneten aus dem Kreis, Kerstin Griese und Peer Steinbrück, gegen das umstrittene Fracking vorgehen. Ihr Name fehlt auf einer entsprechenden Erklärung, die gestern in Berlin veröffentlicht wurde. CDU-Parteifreund Peter Beyer ließ sich selbstverständlich auf die gemeinsame Erklärung der Mettmanner Bundestagsabgeordneten zum Schutz von Natur und Grundwasser setzen.

„Eine eigene Erklärung“

„Wir haben eine eigene CDU-Erklärung gemacht“, versuchte sich Noll auf Nachfrage der NRZ zu rechtfertigen. Auf der Website der Abgeordneten war davon bis gestern Abend nichts zu sehen. Ihre Motive, den Schulterschluss zu verweigern, mochte sie nicht erklären: „Ich bin jetzt auf dem Sprung, tut mir leid.“

Führende Politiker von CDU und CDU – zum Beispiel Norbert Röttgen und Peter Ramsauer – hatten zuvor erklärt, man dürfen sich nicht voreilig vom Fracking verabschieden. Sie sehen im chemischen Auspressen des Bodens einen Weg, von russischen Gaslieferungen unabhängig zu werden. Die Industrie hofft dadurch auf günstigere Energiepreise.

CDU fährt zweigleisig

Im Kreis Mettmann selbst, der zu Teilen innerhalb eines Fracking-Claims liegt, distanzierten sich sowohl Landrat Thomas Hendele als auch Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider (beide CDU) von den Gasblasen ihrer Berliner Parteifreunde. In diesen Chor stimmte der CDU-Kreisvorsitzende Jan Heinisch ein. Ähnlich zweigleisig fahren die Christdemokraten allerdings auch bei der CO-Pipeline: Vor Ort wird der medienwirksame Schulterschluss mit den Bürgern geprobt, während im nordrhein-westfälischen Landtag eine Gruppe wirtschaftsnaher Unionisten die rasche Inbetriebnahme des von Bayer gebauten Gasrohres fordert.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Erkrather Detlef Ehlert sieht „haltlose Spekulationen“ als Auslöser der ganzen Diskussion. Er fordert: „Erst einmal Ruhe im Schacht!“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben