Schulpolitik

Mit einer Stimme für die Kinder

Am 20.3.2012 demonstrieren Eltern gegen die Verlängerung der OGaTa Abholzeiten vor dem Düsseldorfer Rathaus. Sie fordern flexible Abholzeiten. Foto: Uwe Schaffmeister

Foto: WAZ Fotopool

Am 20.3.2012 demonstrieren Eltern gegen die Verlängerung der OGaTa Abholzeiten vor dem Düsseldorfer Rathaus. Sie fordern flexible Abholzeiten. Foto: Uwe Schaffmeister Foto: WAZ Fotopool

Die Eltern von Kindern an Düsseldorfer Schulen wollen mit einer gemeinsamen Stimme sprechen: Vertreter von 69 Schulen haben am Dienstagabend einen Vorstand der neugegründeten Stadtschulpflegschaft gewählt. Bisher gab es in Düsseldorf zwar einen Stadtelternrat, aber noch keine gesamtstädtische Elternpflegschaft. Unter dem Namen „Elternschaft Düsseldorf Schulen“ (E.D.S.) soll jetzt die Arbeit beginnen. „Wir legen Wert auf eine respektvolle, konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt“, betont die neue Vorsitzende Berit Zalbertus, die aus der Elternpflegschaft der Maxschule in der Altstadt stammt.

Zweite Vorsitzende wurde Antje Schuh, zudem wurden acht Beisitzer gewählt, unter ihnen auch Svenja Kruse-Glitza, die bereits vom Elternrat bekannt ist.

„Wir wissen ja direkt von unseren Kindern, was an den Schulen fehlt“, erläutert Berit Zalbertus, Mutter einer neunjährigen Tochter. Die EDS ist entstanden, nachdem Eltern im vorigen Frühjahr immer wieder für einen zügigen Ausbau von Schulen, deren Renovierung und der Betreuung im Ganztag vor dem Rathaus demonstriert hatten. Die Schulverwaltung hatte dabei immer wieder betont, dass sie als überörtlichen Ansprechpartner ein gewähltes Elterngremium wünsche.

„Unsere Themen werden sicherlich der Ganztag sein und bauliche Mängel an den Schulen sowie der Ausbau der Einrichtungen. Unsere Kinder erleben ja, wie beispielsweise manche Toiletten aussehen“, erläutert Vorsitzende Zalbertus. „Wir sind ja alle sehr motivierte und engagierte Eltern“, sieht sie optimistisch der kommenden Arbeit entgegen.

Der neu gewählte Vorstand werde jetzt zusammenkommen und abstimmen, wie es weiter geht. Zunächst will die EDS drei Vertreter zur Bildungskonferenz der Stadt am 13. Mai benennen.

„Außerdem möchten wir einen Sitz im Schulausschuss gewinnen, weil wir dort als Eltern ja eine Stimme haben sollten“, betont die Vorsitzende. Für diesen Sitz im Ratsausschuss müssten die Parteien gewonnen werden.

Die EDS hofft nun, dass sich noch mehr Schulpflegschaften an ihrer Arbeit beteiligen, „wir wünschen uns dabei auch Real- und Förderschulen“, meint Zalbertus. Die Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themen der Elternvertretung sind für alle Mütter und Väter offen.

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