Urteil

Mutmaßliches Opfer von Polizeigewalt selbst vor Gericht

Das mutmaßliche Opfer eines Polizeieinsatzes in der Düsseldorfer Altstadt stand nun selbst vor Gericht.

Das mutmaßliche Opfer eines Polizeieinsatzes in der Düsseldorfer Altstadt stand nun selbst vor Gericht.

Foto: Martin Gerten / dpa

Düsseldorf.  Der 15-Jährige, der in Düsseldorf von einem Polizisten fixiert wurde, stand nun selbst wegen Gewalt vor Gericht. Das Verfahren wurde eingestellt.

Das mutmaßliche Opfer eines umstrittenen Polizeieinsatzes in der Düsseldorfer Altstadt hat am Mittwoch selbst wegen einer folgenschweren Attacke auf einen Taxifahrer vor dem Amtsgericht gestanden.

Der 15-Jährige soll im November 2019 dem Mann aus einer Gruppe heraus an einem Taxistand unvermittelt ins Gesicht geschlagen und ihm die Nase gebrochen haben. Das Amtsgericht stellte das Verfahren unter Auflagen vorläufig ein: Der 15-Jährige muss unter anderem an einem dreimonatigen Anti-Aggressionstraining teilnehmen und 40 Sozialstunden ableisten.

Ermittlungen gegen Polizeibeamten sind noch nicht abgeschlossen

Mitte August war der 15-Jährige von einem Polizisten mit dem Knie am Kopf auf dem Boden fixiert worden, nachdem er die Beamten beleidigt und tätlich angegriffen haben soll. Ein Instagram-Video des Einsatzes hatte für Aufsehen gesorgt und die Politik beschäftigt. Die Ermittlungen gegen den Polizeibeamten seien noch nicht abgeschlossen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. (dpa)

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