Gedenken

Laschet: „Wir stellen uns schützend vor die Synagoge“

Die Neue Synagoge in Düsseldorf.

Die Neue Synagoge in Düsseldorf.

Foto: Caroline Seidel / dpa

Düsseldorf.  Ministerpräsident Laschet und die NRW-Spitzen von SPD, Grünen und FDP haben die Neue Synagoge besucht. Ihre Botschaft: Kein Platz für Judenhass.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Mit einer gemeinsamen Schweigeminute an der Neuen Synagoge in Düsseldorf haben NRW-Spitzenpolitiker nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle/Saale ein Zeichen gesetzt. „Wir stellen uns gemeinsam schützend vor die Synagoge in Düsseldorf“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstagmorgen.

Dann legte er gemeinsam mit den Parteivorsitzenden Sebastian Hartmann (SPD), Mona Neubaur und Felix Banaszak (beide Grüne) sowie Joachim Stamp (FDP) weiße Rosen auf die Treppe vor der Synagoge.„Judenhass darf in unserer offenen Gesellschaft keinen Platz haben – nicht heute, nicht morgen. Der Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus eint alle demokratischen Kräfte in Nordrhein-Westfalen“, betonten die Parteichefs in einer gemeinsamen Erklärung.

Auch der NRW-Landtag will um 10.00 Uhr seine Sitzung mit einer Schweigeminute beginnen. Vor Eintritt in die Tagesordnung werde Landtagspräsident André Kuper Gedenkworte sprechen, teilte der Landtag mit.

Ein schwer bewaffneter Täter hatte versucht, in einer Synagoge in Halle/Saale ein Blutbad unter Dutzenden Gläubigen anzurichten. Die jüdische Gemeinde entging an ihrem höchsten Feiertag Jom Kippur nur knapp einer Katastrophe.

Der mutmaßliche Rechtsextremist Stephan B. aus Sachsen-Anhalt wollte nach Angaben aus Sicherheitskreisen am Mittwochmittag die Synagoge mit Waffengewalt stürmen, scheiterte jedoch. Der 27-jährige Deutsche soll vor der Synagoge und danach in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben. Er floh vom Tatort und wurde am Nachmittag festgenommen. (dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (2) Kommentar schreiben