Neues Bad

Namenswettbewerb für neues Düsseldorf Bad ist beschlossen

Das neue Schwimmbad im Linksrheinischen ist derzeit im Bau. Wie es heißen wird, soll bald feststehen.

Das neue Schwimmbad im Linksrheinischen ist derzeit im Bau. Wie es heißen wird, soll bald feststehen.

Foto: Bädergesellschaft

Düsseldorf.  Nach dem Streit um den geplanten Namen „The Flow“ gibt es nun einen Wettbewerb für den Namen des neuen Düsseldorfer Bades im Linksrheinischen.

Die Bädergesellschaft Düsseldorf startet umgehend einen Wettbewerb, bei dem die Bevölkerung Vorschläge für das neue Schwimmbad im Linksrheinischen machen kann. Noch in diesem Jahr soll eine Entscheidung fallen. Das hat der Aufsichtsrat der städtischen Tochtergesellschaft am Mittwoch entschieden.

Die wichtigsten Fakten aus der Sitzung:

Bad linksrheinisch: Beim Richtfest hatte Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel im Sommer stolz den Namen für das neue Bad an der Pariser Straße verkündet. „The Flow“ sollte zu den fließenden Formen der Architektur, dem nahen Rhein und der Internationalität Düsseldorfs passen. Ausgedacht hatte sich den Namen Düsseldorfs Marketingchef Frank Schrader. Der Vorschlag erntete breite Kritik, der Name erschien vielen Bürgern gekünstelt und zu wenig bodenständig, der Anglizismus kam ebenfalls nicht an. Geisel verkündete nach einigen Tagen, der – zuvor nicht eingeschaltete – Aufsichtsrat der Bädergesellschaft solle entscheiden.

Das geschieht nun. Der Aufsichtsrat hat sich in der Sitzung am Mittwoch dafür ausgesprochen, dass weitere Namen von der Bürgerschaft vorgeschlagen werden können und die Ideen von einer Jury noch in diesem Jahr beurteilt werden. Im Dezember soll der finale Name dann präsentiert werden. Die Jury soll sich zusammensetzen aus fünf Mitgliedern des Aufsichtsrates und fünf Vertretern, die durch die linksrheinische Bezirksvertretung benannt werden – das können Politiker sein, aber auch Vertreter von Sportvereinen, die von der Neuplanung berührt sind.

Die Jury legt dem Aufsichtsrat eine priorisierte Vorschlagsliste mit Namen vor, denn dort muss formell entschieden werden. In dem Kontrollgremium wurde am Mittwoch noch einmal darüber diskutiert, ob der Name nicht doch einen „internationalen Anstrich“ haben solle, schließlich gehörten zum Bad auch Partner wie eine Physiotherapie, die sich vermarkten müssten. Das ging einigen Politikern zu weit. „Wir werden das Bad schon nicht Chlorbad Oberkassel“ nennen, meinte beispielsweise Stefan Wiedon (CDU).

Unterrather Bad: Überrascht reagierten die Mitglieder des Aufsichtsrates auf die Mitteilung, dass der Baustart für das neue Unterrather Hallenbad vielleicht erst in zwei Jahren stattfindet. Die Eröffnung des Bades wäre dann erst im Sommer 2023 möglich. Grund: Im Zusammenhang mit der geplanten „Tor-Bebauung“ an der Kreuzung Kalkumer- und Ulmenstraße/An der Piwipp/Thewissenweg und den Neubauten auf dem Großmarkt-Areal soll nun ein Bebauungsplan erstellt werden. Aufsichtsratschef Peter Schwabe will in der Lenkungsgruppe für den Bäderbau darauf dringen, dass dies schneller und über einen normalen Bauantrag geht.

Finanzplan: Die Bäder sollen im kommenden Jahr einen Zuschuss von 7,6 Millionen Euro erhalten. Das ist etwas mehr als 2019, da nun für Security-Kräfte ein sechsstelliger Betrag einzuplanen ist. Das Sicherheitskonzept für die Bäder wird derzeit erarbeitet. Hintergrund: Das Rheinbad war im Sommer dreimal geräumt worden, nachdem Jugendliche mit Migrationshintergrund für Chaos gesorgt und das Personal teils auch bedroht hatten. (ujr)

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