Kultur

Neuer „Rat der Künste Düsseldorf“ will Lobby für Kultur sein

Die Deutsche Oper am Rhein möchte sich im „Rat der Künste Düsseldorf“ beteiligen.

Die Deutsche Oper am Rhein möchte sich im „Rat der Künste Düsseldorf“ beteiligen.

Foto: Kai Kitschenberg

Düsseldorf.   Der zukünftige „Rat der Künste Düsseldorf“ hat sein erstes Konzept vorgestellt. Vorbild ist Berlin. Nun müssen Mitglieder gewählt werden.

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Im Rahmen des Prozesses des Kulturentwicklungsplans kam im vergangenen Jahr auf breiter Basis der Wunsch auf, einen „Rat für Künste Düsseldorf“ einzurichten. Eine Arbeitsgruppe – mit Akteuren der Deutschen Oper am Rhein, der freien Szene und der Kunsthalle Düsseldorf – hat daraufhin ein Konzept für die Gründung eines solchen Gremiums erarbeitet, in dem insbesondere Akteure aus Kunst und Kultur sowie die öffentlichen Kultureinrichtungen vertreten sein sollten. Am Montag wurde das Konzept zum ersten Mal öffentlich vorgestellt.

Kultur sichtbar machen

„Ziel soll sein, Kultur sichtbar zu machen und eine Lobby für sie zu schaffen. Der Rat der Künste ist dafür eine gute Plattform“, erklärt Düsseldorfs Kulturdezernent Hans-Georg Lohe. Denn der soll nicht nur die Interessen der Kulturschaffenden gegenüber der Stadt, dem Land NRW sowie dem Bund vertreten, sondern vor allem mit selbstbewussten Auftreten die Kultur stärken. „Der Rat soll bei kulturpolitischen Entscheidungen beraten, Kulturentwicklung begleiten und Impulse für Planungen geben“, so Stefan Schweizer, wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung Schloss und Park Benrath.

Vorbild sind dabei die Berliner. Dort gibt es bereits seit fast 25 Jahren einen Rat der Künste. „Der Rat hat viel Sinn und seine Akzeptanz bei Politik und Kulturschaffenden gefunden“, sagt der dortige Sprecher des Rats Andreas Altenhof.

Denn der Rat ist auch dazu da, Probleme zu diskutieren. „Wir haben ein schmales Repertoire auf den Bühnen und ein vergreistes Publikum in Düsseldorf“, sagt Schweizer, „es kommen kaum Kinder und Jugendliche zu Veranstaltungen.“

Kultur-Rat braucht noch Mitglieder

Dieses Problem ist auch den Berliner vertraut. Daher ist es umso wichtiger dafür eine Plattform zu haben. Bei den Berliner gibt es daher innerhalb des Rats verschiedene Arbeitsgruppen, die sich mit den unterschiedlichsten Themen beschäftigen und die Probleme versuchen zu lösen.

Eins dieser Probleme ist etwa, dass der Unterricht in kulturellen Fächern immer weniger wird. „Wir Kulturschaffende sind aber ideal um die Praxis zu vermitteln“, so Altenhof. Aus diesem Grund ist in Berlin der „Fonds für kulturelle Bildung“ entstanden. Daraus schöpfte etwa ein Projekt, bei dem Kinder ihre Wunschschule etwa errichten sollten Die Schule hat sich daraufhin die Ideen der Kinder angeguckt und Anpassungen an der realen Schule vorgenommen.

Ähnliches erhofft man sich hier. Doch dazu müssen erst einmal Mitglieder her. Diese sollen bei einer Vollversammlung aller Kunstschaffenden gewählt werden. Die Vollversammlung soll dann einmal im Jahr einberufen werden. Der Rat soll sich aus 12 gewählten Mitgliedern der gesamten kulturellen Landschaft der Stadt zusammensetzen. Davon sollen jeweils zwei Mitglieder immer eine von sechs Kategorien repräsentieren, wie etwa die kommunalen Einrichtungen, Einrichtungen des Landes und Beteiligungsgesellschaften wie Schloss Benrath oder etwa freie Projekte. Darüber hinaus soll es möglich sein vier weitere Mitglieder einzuberufen. Zudem soll es zwei Sprecher geben.

Geplant ist die Wahl, die alle zwei Jahre stattfinden soll, für den 16. oder 23. April. Nach der Wahl ist angedacht, dass der Rat einmal im Monat an wechselnden Orten tagt.

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