Plastikmüll

Plastikmüll: Düsseldorfer Supermarkt verkauft Mogelpackung

Ein Mitarbeiter kippt verpackte Kirschen auf einen Tisch, wo sie als verpackungsfrei verkauft werden – viel Müll bleibt übrig.

Ein Mitarbeiter kippt verpackte Kirschen auf einen Tisch, wo sie als verpackungsfrei verkauft werden – viel Müll bleibt übrig.

Foto: Facebook

Düsseldorf.  In einem „real“-Markt in Düsseldorf-Heerdt kommt das unverpackte Obst aus der Packung. Ein Bild der Plastik-Verpackungen erhitzt die Gemüter.

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Ein Foto aus einem "real"-Supermarkt in Düsseldorf Heerdt erregt derzeit die Gemüter vieler Facebook-Nutzer. Es zeigt einen Mitarbeiter der großen Supermarkt-Kette, der Kirschen auf einen großen Stapel legt. Das Problem: Neben dem Stapel mit vermeintlich unverpacktem Obst türmt sich ein Berg aus Plastik-Verpackungen.

Dass ihnen statt der versprochenen, ökologischen Variante ohne Plastik, der Inhalt einer ordinären 500-Gramm-Schachtel angeboten wurde, erregt seit zwei Tagen die Gemüter der Kunden. Bei Facebook machten sie ihrem Ärger Luft.

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"Dem Käufer wurde hier die Entscheidung zu Lasten der Umwelt abgenommen", beklagte ein Nutzer. Ein anderer bemerkte: "So sieht das aus, wenn real,- auf den "Verpackungsfreien Lebensmittel Zug" aufspringt.

Das Unternehmen reagierte bereits am Dienstag mit einem kurzen Statement: „Da nicht genügend lose Kirschen ausgeliefert wurden, wurde im Markt auf Grund der hohen Nachfrage die auf dem Foto ersichtliche Ware angeboten. Es wurde hier eine preislich höhere Ware zum Preis der losen Waren angeboten.“

Enorme Qualitätsmängel

Auf Nachfrage dieser Zeitung ergänzte ein Sprecher, dass in diesem Fall die Eingangskontrolle im Frischelager enorme Qualitätsmängel festgestellt habe. "Da wir bei der Qualität keine Kompromisse eingehen, mussten wir auf einen alternativen Lieferanten zurückgreifen. Dieser konnte uns jedoch so kurzfristig keine losen, sondern nur noch bereits in einzelne Schalen verpackte Kirschen anbieten."

Die Alternative sei gewesen, keine Kirschen anzubieten, sagte der "real"-Sprecher. "Dann hätten wir jetzt eine Diskussion in den sozialen Medien, dass wir nicht zu unseren Werbeversprechen stehen." Ob diese Erklärung die Kunden zufrieden stellen wird, ist zumindest fraglich.

Die forderten von dem Unternehmen eine Entschuldigung: "Wäre es jetzt nicht langsam an der Zeit sich für die Nummer beim Kunden öffentlich zu entschuldigen und Besserung zu geloben? Das wäre zumindest ein Zug, der Größe und Einsicht zeigt und von vielen sicherlich positiv aufgenommen wird."

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