Kriminalität

Polizei Düsseldorf vermeldet wenigsten Einbrüche seit 2007

Die Zahlen der Wohnungseinbrüche reduzierten sich im Jahr 2017 um insgesamt 34 Prozent und sanken auf 1560.

Foto: Daniel Maurer

Die Zahlen der Wohnungseinbrüche reduzierten sich im Jahr 2017 um insgesamt 34 Prozent und sanken auf 1560.

Düsseldorf   Rückgang der Gesamtkriminalität und eine steigende Aufklärungsquote: Die Polizei stellte die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2017 vor.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Düsseldorf ist sicherer geworden“, sagt Polizeipräsident Norbert Wesseler. Die Polizei stellte die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2017 vor: Die Kriminalität in Düsseldorf ist gesunken und die Aufklärungsquote gestiegen.

69 239 Straftaten wurden im vergangenen Jahr registriert. Diese Zahl ist im Vergleich zum Jahr 2016 um 8690 Taten, also um 11,15 Prozent gesunken. „Diese Entwicklung ist sehr erfreulich. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2018 konnten wir feststellen, dass sich dieser Trend fortsetzt“, so der Polizeipräsident.

Aufklärungsquote unter 50 Prozent

Nur die Aufklärungsquote bereite ihm weiterhin Sorgen: 2017 wurden 47,98 Prozent der Fälle aufgeklärt. Das sind nur 2,01 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. „Für eine Großstadt wie Düsseldorf, wäre eine Aufklärungsquote von 50 Prozent wünschenswert, aber ich bin zuversichtlich, dass wir diese Marke nächstes Jahr knacken werden“, so Wesseler.

Die Diebstahldelikte haben mit 45,21 Prozent den größten Anteil an der Gesamtkriminalität. Der gemeldete Schaden lag 2017 bei 34,7 Millionen Euro. Die Polizei konnte trotzdem einen Erfolg vermelden: Die Diebstahlsdelikte sanken um 17,93 Prozent, und die Aufklärungsquote stieg auf 18,41 Prozent an. Einen ähnlichen Erfolg meldet die Behörde bei den Wohnungseinbrüchen. Die Zahlen reduzierten sich um 34 Prozent auf 1560. In dieser Zahl von 1560 Einbrüchen sind auch 769 Versuche enthalten. Das bedeutet, dass die Täter gar nicht erst in die Wohnung eindringen konnten, um einen Gegenstand zu entwenden. „Damit ist die Zahl der Einbruchsdiebstähle 2017 sogar geringer als in dem Jahr 2007, damals gab es 1644 Fälle“, so Wessener.

Mehr Präsenz und mehr Festnahmen

Den Rückgang der Zahlen bei Diebstählen, Wohnungseinbrüchen oder auch Taschendiebstählen begründet die Polizei damit, dass diese Delikte im vergangenen Jahr im Schwerpunkt der Polizei gestanden haben und es viele Festnahmen gab. „Wir haben auch die Präsenz der Polizei in Düsseldorf verstärkt“, sagt der Kriminaldirektor Dietmar Kneib.

Nach wie vor ein Problem sind in der Stadt die Fahrraddiebstähle: 2017 wurden sogar 59 Fahrräder mehr geklaut als noch im vergangenen Jahr. Es wurden insgesamt 3671 Fahrraddiebstähle angezeigt, doch nur 4,2 Prozent konnten aufgeklärt werden – 2016 lag diese Quote noch bei 5,12 Prozent. Gestiegen sind auch die Delikte im ÖPNV: Die notorischen Schwarzfahrer werden immer mehr. 402 Personen mehr als letztes Jahr waren ohne Fahrschein in Bus und Bahn unterwegs.

55 Prozent der Täter wohnen nicht in Düsseldorf

Insgesamt besonders hoch ist der Anteil der Täter, die nicht in Düsseldorf wohnen, er liegt bei 55 Prozent. Das macht es für die Polizei schwer, sie zu ermitteln. Diese Zahl ist seit letztem Jahr (59 Prozent) gesunken. „Wir haben den Eindruck, dass wir durchreisende Intensivtäter durch unsere Präsenz aus Düsseldorf verdrängen“, so Kneib.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik