Silvester-Bilanz

Polizei vermeldet vergleichsweise ruhigen Jahreswechsel

Derool

Foto: Lars Heidrich

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Düsseldorf.   In Düsseldorf gab es 330 Einsätze. Im Vorjahr waren es noch 600. Auch die Feuerwehr mit geringerer Arbeitsbelastung. Mehr Beamte im Einsatz.

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Die Polizei zeigte sich in Kooperation mit der Stadt gut vorbereitet. Und dies zahlte sich aus: Deutlich geringer als noch im Vorjahr war laut der Einsatzzahlen die Arbeitsbelastung der Düsseldorfer Polizei im Stadtgebiet in der diesjährigen Silvesternacht. Zwischen 20 Uhr und 6 Uhr gab es insgesamt 330 Einsätze. Im Vorjahr waren es noch fast doppelt so viel – 600.

900 Leute mit Migrationshintergrund am Hauptbahnhof

Mehr Kräfte, mehr Kontrolle, dadurch weniger Konflikte – Die Einsatzleitung in der Altstadtwache sprach davon, dass es durch die „Besetzung der Präsenzpunkte in und um die Altstadt zu weniger Einsatzanlässen“ kam. Die Polizei hatte ab 21.30 Uhr „einen stetigen Zulauf von Männern mit offensichtlichem Migrationshintergrund“ von Hauptbahnhof in die Altstadt festgestellt. Die Personen strömten in der Regel Richtung Burgplatz. Gegen 23 Uhr wurde durch die Bundespolizei eine weitere Gruppe (etwa 900 Personen) aus dem Hauptbahnhof heraus gemeldet. „Ob die jetzt alle aus Köln zu uns gekommen sind, bleibt dabei reine Spekulation“, sagte am Montagmorgen Polizeisprecher Andreas Czogalla der NRZ. Jedenfalls entschloss sich darauf die Einsatzleitung, eine weitere Hundertschaft, die auf Abruf stand, anzufordern.

Die Personengruppen mit Migrationshintergrund wurden anschließend durch die Beamten aufmerksam beobachtet. „Aus diesen Personengruppen heraus wurden bislang keine Straftaten gemeldet“, heißt es bei der Polizei.

OSD-Mitarbeiter und Polizist erlitten Knalltrauma

Insgesamt wurden bis sechs Uhr 245 Personen überprüft. 117 Personen wurden Platzverweise erteilt. Die Polizei musste insgesamt 13 Anzeigen wegen Körperverletzung (Vorjahr 28) aufnehmen. Wegen Taschendiebstählen kam es zu 10 Anzeigen (18). 23 Personen mussten in Gewahrsam genommen werden. (29). Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes und ein Polizeibeamter erlitten durch Böller jeweils ein Knalltrauma.

Die Stadt hatte indes insgesamt 50 Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Einsatz. Ein Schwerpunkt war die (im Vergleich zum Vorjahr vermehrte) Sicherstellung von Feuerwerkskörpern. Die einkassierten Feuerwerkskörper wurden in den mit Wasser gefüllten Containern vernichtet. Während ihres Dienstes bis drei Uhr Nachts konnten die OSD-Mitarbeiter zudem eine Schreckschusswaffe sicherstellen und der Polizei übergeben, 17 Wildpinkler auf frischer Tat ertappen, einen flüchtigen Taschendieb stellen und der Polizei übergeben sowie einer bewusstlosen Person helfen.

Fast 200 Feuerwehrleute im Einsatz

Um das erhöhte Einsatzaufkommen bewältigen zu können, wurden auch bei der Feuerwehr Düsseldorf mehr Einsatzkräfte (fast 200) als üblich eingesetzt, sowie zusätzliche Rettungswagen in den Dienst genommen. Bis sieben Uhr morgens rückte die Feuerwehr 47 (Vorjahr: 114) Mal zu Bränden aus. Dabei brannte bei 20 Alarmierungen ein Papier- bzw. Müllcontainer. Im gleichen Zeitraum ereigneten sich 142 (Vorjahr: 154) Einsatzsituationen in denen ein Rettungswagen angefordert wurde – bei Bedarf unterstützte ein Notarzt.

Aufgrund der erwartet hohen Personendichte in der Altstadt wurde im Bereich Burgplatz ein Erste-Hilfe-Bereich durch die Düsseldorfer Hilfsorganisationen betrieben. Dort versorgten die Sanitäter 10 (Vorjahr: 12) Patienten, wovon 1 (7) Person weiter in ein Krankenhaus transportiert wurde. Die Zahl der Verletzungen im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern liegt bei 7 (1) Personen, davon 4 auf dem Burgplatz. In einem Fall (Vorjahr: 1) kam es zu verbaler Gewalt gegen Rettungsdienstmitarbeiter, dabei kam es auch zu einer Sachbeschädigung im Rettungswagen.

Zwei größere Feuerwehreinsätze

Im Laufe des Silvesterabends kam es aber noch zu zwei besonderen Feuerwehr-Einsätzen. Um 22.04 Uhr wurde die Feuerwehr mit drei Löschzügen und mehreren Sonderfahrzeugen und Rettungsdiensteinheiten zu einem Brand in einem Hochhaus auf der Güstrowerstraße in Garath alarmiert. Dort brannte es auf einem Balkon in der 11. Etage. Das Feuer griff auch auf die Wohnung über, konnte von der Feuerwehr aber recht schnell unter Kontrolle gebracht werden. Verletzte gab es keine.

Um 2.27 Uhr dann ein Einsatz an der Münsterstraße. Dort wurde in zwei Ladenlokalen eine Verrauchung festgestellt. Nachdem die Retter sich gewaltsam Zugang in die Ladenlokale verschafft hatten, konnte der Brandort schnell ausfindig gemacht werden. In einem Geschäft für Computerreparaturen hatten in einem Raum mehrere Computer gebrannt. Da die Ladenlokale miteinander verbunden waren, konnte der Brandrauch sich auf beide Räumlichkeiten ausbreiten. Der Einsatz war nach knapp 90 Minuten beendet.

Gesamteinsatzzahlen der Feuerwehr zum Jahreswechsel: Feuermeldungen: 47 (114); technische Hilfeleistungen: 7 (3); Notfallrettung: 142 (154); Krankentransporte: 15 (32); Verletzungen durch Feuerwerk 7 (1).

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