Europa-Demo

"Pulse of Europe" zieht es jetzt in Düsseldorf an die Unis

AStA-Vorstandsmitglied Lukas Thum (links) und Hans Leidinger, Pulse of Europe Düsseldorf Mitorganisator, geben sich Ostersonntag den Handschlag auf dem Burgplatz.

Foto: Pulse of europe

AStA-Vorstandsmitglied Lukas Thum (links) und Hans Leidinger, Pulse of Europe Düsseldorf Mitorganisator, geben sich Ostersonntag den Handschlag auf dem Burgplatz. Foto: Pulse of europe

Düsseldorf.   Die Bürgerinitiative "Pulse of Europe" will in Düsseldorf mit einem neuen Projekt gezielt jüngere Menschen an der Universität ansprechen.

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Zum siebten Mal wurde am Ostersonntag die Pulse of Europe Kundgebung auf dem Düsseldorfer Burgplatz abgehalten. Trotz des schlechten Wetters waren mehr als 350 Besucher erschienen und zeigten erneut ihre Solidarität für Europa – und stellten mit zeitgleich ein neues Projekt für die Universitäten vor.

Bei der Veranstaltung wurde eine deutliche Botschaft an alle Europäer gesendet – dass der Frieden hier ein Privileg ist und keine Selbstverständlichkeit darstellt.

„Der Erhalt des Friedens in Europa, kann nur durch vereintes Denken und Handeln in der EU gesichert werden. Pulse of Europe möchte die ‘kinetische Energie’ sein, die alle Bürger zum aktiven Engagement für Europa bewegt“, so Hans Leidinger, Mitorganisator von Pulse of Europe Düsseldorf.

Von der Straße in die Unis

Am Ostersonntag ging es auf dem Burgplatz aber vor allem um aktuelle Themen – wie die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Als Höhepunkt der Veranstaltung und absolutes Novum in der Pulse of Europe Bewegung wurde ein zusätzliches neues Format von Pulse of Europe Düsseldorf vorgestellt, PoE2.0.

Damit sollen mehr junge Menschen erreicht und ermutigt werden, sich für die Sache Europas aktiv einzusetzen. Eine erste Informationsveranstaltung für Studierende, erstmalig an der Heinrich-Heine-Universität (HHU) in Kooperation mit dem AStA Vorstand, findet am Dienstag, 25. April, statt.

Neue Kooperation per Handschlag besiegelt

Lukas Thum, AStA-Vorstandsmitglied der HHU und Hans Leidinger, vom Puls of Europe Organisationsteam Düsseldorf, besiegelten symbolisch mit einem Handschlag die neue Kooperation. Lukas Thum sprach deutliche Worte und stellte fest, dass er sich wünsche, dass sich bald auch viel mehr Studierende und Auszubildende aktiv in Europa einbringen. Auch für Leidinger ist die Zusammenarbeit ein wichtiger Schritt. „Es wurde uns immer vorgeworfen, dass wir keine Programmatik haben. Jetzt haben wir die Führung an uns genommen und arbeiten mit Professoren zusammen, die das mit uns befüllen“, so Leidinger. Ziel sei es, ein Programm an den Universitäten zu erstellen.

Gespräche gibt es bereit mit der Ruhr-Uni in Bochum

Das soll über ein Netzwerk in Angriff genommen werden. Bereits jetzt sei man auch mit der Ruhr Universität Bochum im Gespräch. Man wolle erst mit NRW anfangen, dann es Deutschland weit ausbauen, ehe man sich auf ganz Europa konzentriert. „Wir wollen die Ergebnisse konzentriert sammeln und sie dann an die EU-Politiker weitergeben“, so Leidinger und weiter: „Wenn das kein Input ist, dann weiß ich es auch nicht.“ Die Universitäten sieht er als Wiege der Bildung von der aus das Wort weitergetragen werden soll. Bisher habe man viele Fragen gestellt, die von den Parteien nicht beantwortet worden sind. Daher will man mit der Uni-Aktion gezielt auch Dekane und Professoren mit ins Boot holen, die Antworten erzeugen sollen.

Britische Jugend hat durch Passivität den Brexit mitverschuldet

Europa ist gerade auch ein Auftrag für die junge Generation. Die britische Jugend sei ein gutes aktuelles Beispiel dafür, wie man auch durch Passivität, den Brexit mit verschuldet hat und nun langfristig die Folgen, in Form von deutlich eingeschränkten Ausbildungsmöglichkeiten, tragen müsse, heißt es in einer Mitteilung.

Bis zum 7. Mai will man noch auf die Straße gehen, dann in die Konferenzsäle und ganz klar sagen, was und wie man es verändern möchte. Am Sonntag aber konnten erst einmal wieder die Bürger am „offenen Mikrofon“ das Wort ergreifen um ihre Ansichten und Sorgen zu äußern, die sie beim Thema Europa bewegen. Auch eine nächste Veranstaltung ist bereits geplant.

Kundgebung am 23. April auf dem Johannes-Rau-Platz

Am Sonntag, 23. April, findet die Kundgebung allerdings nicht wie gewohnt auf dem Burgplatz statt, sondern wegen des Düsseldorfer Brückenlaufs auf dem Johannes-Rau-Platz.

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