Corona-Krise

Corona: Quarantäne-Einrichtung in Düsseldorf einsatzbereit

Fernsehen und Internet. Für Unterhaltung ist in der Düsseldorfer Quarantäne-Einrichtung gesorgt.

Fernsehen und Internet. Für Unterhaltung ist in der Düsseldorfer Quarantäne-Einrichtung gesorgt.

Foto: Ingo Lammert

Düsseldorf.  Das erste Modul in der ehemaligen Düsseldorfer Flüchtlingsunterkunft ist bezugsfertig. Die Renovierung erfolgte in kürzester Zeit.

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus in Düsseldorf zu bremsen, hat die Stadt in den letzten Tagen an der Blanckertzstraße im Stadtteil Ludenberg eine Flüchtlingsunterkunft zur Wohnanlage für häusliche Quarantäne umgebaut.

Erster Teil der Einrichtung ist bereit

Nach dem Entschluss im Krisenmanagement konnte die bis dahin genutzte Liegenschaft vom Migrationsamt schnell zur Verfügung gestellt werden. Die Bewohner kamen in anderen Unterkünften unter, sodass zeitgleich mit den Planungen für die neue Nutzung begonnen wurde. Ein Modul der Quarantäne-Einrichtung ist seit gestern bezugsbereit, ein zweites wird im Laufe der nächsten Tage ausgestattet sein. Bis zu vier Module können an der Blanckertzstraße für Quarantäne-Zwecke insgesamt ausgebaut werden.

Bis zu 20 Bewohner pro Modul

„In dieser Einrichtung können Menschen vorübergehend aufgenommen werden, die wegen des Verdachts einer Corona-Infektion oder wegen einer nachgewiesenen Ansteckung, nicht unter häusliche Quarantäne gestellt werden können“, erklärt Klaus Göbels, Leiter des Gesundheitsamtes. „Dies ist der Fall, wenn eine Quarantäne in der eigenen Wohnung nicht möglich ist, weil dort auch Menschen mit Vorerkrankungen leben, die auf keinen Fall angesteckt werden dürfen. Aber auch Menschen, die mit einem Coronavirus beispielsweise am Düsseldorfer Flughafen gestrandet sind, könnten dort vorübergehend eine Bleibe finden“, sagt Göbels weiter.

Jedes Modul kann bis zu 20 Personen gleichzeitig aufnehmen. Aufgrund der verschiedenen Raumgrößen ist eine Belegung mit einer Einzelperson bis hin zu einer achtköpfigen Familie möglich. Jedes Zimmer ist mit Fernseher und Internet ausgestattet.

Rotes Kreuz hilft bei Einkäufen

Da bei einer häuslichen Quarantäne keine Einkäufe erledigt werden können, hat das Deutsche Rote Kreuz Düsseldorf (DRK) die Betreuung mit zwei Mitarbeitern rund um die Uhr sichergestellt. Hierüber erhalten die Menschen dann alle Mahlzeiten und haben einen Ansprechpartner immer vor Ort. Das Gesundheitsamt ist Betreiber der Wohnanlage, die für rund 30.000 Euro je Modul renoviert und umgebaut wurde.

Der Umbau von der Flüchtlingsunterkunft zur Quarantäne-Einrichtung wurde von Projektgruppe mit Vertretern der Feuerwehr, des Amts für Migration, des Gesundheitsamts sowie des DRK auf den Weg gebracht. So wurden in den letzten Wochen Handwerker und Möbelfirmen mit der Renovierung beauftragt, bei der Entsorgung von nicht mehr nutzbarem Mobiliar und dem Transport der neuen Möbel unterstützen Feuerwehrleute tatkräftig, damit der Bezug schnellstmöglich erfolgen konnte.

Eigenes Bad für jedes Apartment

Die gesamte Anlage besteht derzeit aus vier Modulen, von denen im ersten Schritt jetzt zwei Module für den Betrieb als Quarantänestation eingerichtet wurden. Voraussetzung für die Nutzung ist, dass jedes Apartment über ein eigenes Badezimmer mit Toilette sowie einer kleinen Küchenzeile mit Mikrowelle, Kühlschrank und Wasserkocher verfügt. Nur so kann über die Dauer von bis zu 14 Tagen der angeordneten häuslichen Quarantäne gewährleistet werden, dass kein Kontakt zu anderen Menschen besteht. Dazu gibt es einen getrennten Wohn-/Essbereiche, ein Badezimmer sowie die Schlafzimmer.

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