Urteil

Rheinturm in Düsseldorf darf mit Lichtshow beleuchtet werden

Die Lichtinstallation "Rheinkomet" auf dem Düsseldorfer Rheinturm begeisterte zur Feier von 70 Jahren NRW die Menschen in der Landeshauptstadt.

Die Lichtinstallation "Rheinkomet" auf dem Düsseldorfer Rheinturm begeisterte zur Feier von 70 Jahren NRW die Menschen in der Landeshauptstadt.

Foto: David Young / dpa

Düsseldorf  Die Macher der Lichtinstallation "Rheinkomet" hatten gegen eine Lichtshow auf dem Bauwerk geklagt. Das Landgericht urteilte gegen sie.

Am Landgericht Düsseldorf ging der Urheberrechtsprozess um den so genannten „Rheinkometen“, einer Lichtinstallation auf dem Rheinturm, zu Ende. Die Stiftung DUS-illuminated hatte geklagt, da sie in einer Lichtshow des Großhandelsunternehmens Metro eine Kopie ihrer Lichtinstallation „Rheinkomet“ sah.

Letztere war zuerst 2016 anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Landes NRW gezeigt worden und hatte viele Menschen nachhaltig begeistert. Die Installation umfasste 56 Leuchten, die auf einer Höhe von 195 Metern auf dem Rheinturm einzeln bewegt werden konnten, und den Himmel über der Landeshauptstadt erstrahlen ließen.

Streitfall: Werbeaktion eines Düsseldorfer Handelsunternehmens

Zum Streitfall war eine Lichtshow des Großhandelsunternehmens Metro geworden. Im Oktober des vergangenen Jahres hatte diese den Rheinturm beleuchtet. Dabei waren ebenfalls 25 Strahler auf der Kuppel des Bauwerks zum Einsatz gekommen, um den Himmel zu illuminieren.


Genau diese Art der Beleuchtung hatte das Landgericht dem Handelsunternehmen im Oktober mit einer einstweiligen Verfügung untersagt. Diesen vormaligen Beschluss hob das Landgericht nun im Verfahren wieder auf.

Deutliche unterschiede zwischen den Lichtinstallationen

Wie das Gericht nun entschied, sei der „Rheinkomet“ zwar ein Werk der bildenden Kunst, allerdings würde sich die Lichtshow des Handelsunternehmens deutlich davon unterscheiden. Bei der Lichtinstallation „Rheinkomet“ seien die weißen Strahlen, die von der Kuppel des Turmes aus hell leuchten, das entscheidende gestalterische Element, die eher etwas mit "klassischem Ballett" zu tun hätten, wie es in der Urteilsbegründung hieß.

Bei der neueren Lichtshow sei der bunt angestrahlte Schaft des Düsseldorfer Bauwerkes der "Eyecatcher" und nicht die Strahlen, die von der Kuppel ausgehen. Damit unterscheide sich die Lichtshow vom "Rheinkomet", urteilte das Gericht. Der Rheinturm dürfte also erstmal wieder bunt beleuchtet werden.

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