Unfallflucht

Rolls-Royce-Rowdy (36) baut Unfälle: zwei Schwerverletzte

Im Kreuz Duisburg-Süd begann die rücksichtslose Fahrt.

Im Kreuz Duisburg-Süd begann die rücksichtslose Fahrt.

Foto: Hans Blossey (Archiv)

Düsseldorf/Duisburg.   „Rücksichtslos und grob verkehrswidrig“: Ein Rolls-Royce-Fahrer hat in Düsseldorf mehrere Unfälle gebaut. Zwei Menschen wurden schwer verletzt.

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Zwei Schwerverletzte sind die Bilanz der Chaos-Fahrt eines 36-jährigen Leipzigers durch Düsseldorf. Seinen schwarzen Rolls Royce, Modell Ghost Family, hatte der Mann laut Polizeiangaben am Donnerstag gegen 16 Uhr zunächst im Kreuz Duisburg-Süd auf der A 59 in Richtung Düsseldorf im Übergang zur B 8 gestoppt und zwei Spuren so blockiert, dass Fahrzeuge dahinter stoppen mussten. Mit seiner Freundin (29) auf dem Beifahrersitz des Firmenwagens setzte der Leipziger dann seine Fahrt fort und gefährdete zunächst einen weiteren Pkw-Fahrer, den er nicht überholen ließ und der einen Zusammenstoß nur durch starkes Abbremsen verhindern konnte.

Schließlich fuhr der 36-Jährige an der Ausfahrt Kaiserswerth gegen das Heck einer 23-jährigen Skoda-Fahrerin, die mit einem gleichaltrigen Beifahrer an einer roten Ampel wartete. Unbeeindruckt davon verursachte der Rolls-Royce-Fahrer noch einen weiteren Unfall. Erst nach dieser Kollision mit einem Ford war die Fahrt mehr oder weniger zu Ende.

Zwei Schwerverletzte kommen in Krankenhäuser

Die beiden Düsseldorfer aus dem Skoda wurden in Krankenhäuser gebracht. Den Rolls Royce entdeckte die Polizei kurz nach der Unfallserie vorwärts eingeparkt in einer Grundstückseinfahrt an der Niederrheinstraße, circa 600 Meter vom Ort der letzten Kollision entfernt. Da versuchte der 36-Jährige gerade, Unfallspuren zu beseitigen.

Ein Drogen- und Alkoholtest bei dem Mann verliefen laut Polizei negativ. Das Motiv der Fahrt bleibt rätselhaft. Der 36-Jährige verweigerte gegenüber der Polizei eine Aussage. Seinen Führerschein stellten die Beamten sicher. Am Rolls Royce sicherten die Beamten Unfallspuren. Offenbar war bei der Unfallserie die Achse des Wagens gebrochen. Für den Firmenwagen rief der 36-Jährige schließlich selbst einen Abschleppwagen. Die Ermittlungen dauern an. (sk)

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