Rosenmontag

Die NRZ beim Umzug in Düsseldorf: "Fantastisches Erlebnis"

Zum ersten Mal fuhr die NRZ mit einem eigenen Wagen im Rosenmontagszug am Rhein.

Zum ersten Mal fuhr die NRZ mit einem eigenen Wagen im Rosenmontagszug am Rhein.

Düsseldorf.  Unter dem Motto "Jeck erst recht" steht der Düsseldorfer Zug. Erstmals mit einem Mottowagen dabei war auch die NRZ. Der Tag zum Nachlesen.

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"Kante zeigen": Die NRZ beim Rosenmontagszug in Düsseldorf

Mehr als 8.000 Teilnehmer liefen beim Rosenmontagszug in Düsseldorf mit. Zum ersten Mal war die NRZ mit einem Mottowagen dabei.
"Kante zeigen": Die NRZ beim Rosenmontagszug in Düsseldorf

Düsseldorf von oben sieht so aus: Abertausende von Plüschtigern, Clowns, FBI-Beamten, Strafgefangenen, Grafen namens Dracula, barocken Damen, bunten Käfern, Bären, Astronauten und andere schräge Gestalten, die sich am Straßenrand drängeln und uns zujubeln. Uns NRZlern. Man darf sagen: Solche entfesselten Begeisterungsstürme erleben wir Journalisten auch nicht alle Tage.

Aber: Wir haben natürlich nichts dagegen. Im Gegenteil. Doch wir haben auch was zu bieten: Wir können nämlich Regen machen! Einen Regen aus Kamelle, Lakritzen, Gummibärchen, Schokoriegeln. Und falls Sie das jetzt alles ein wenig verwirrend finden: Wir sind keineswegs betrunken, auch wenn wir ordentlich Karneval gefeiert haben. Wir sind nur trunken vor Begeisterung. Über die Düsseldorfer, ihren Karnevalszug, der gestern auch unser Karnevalszug war, über das Leben, über diesen großartigen Wintertag und über alles andere auch.

Ein politisches Motiv

Zum allerersten Mal fuhr die NRZ gestern auf einem eigenen Wagen mit im Düsseldorfer Rosenmontagszug. Unser Motto: Die NRZ zeigt Kante – und zwar gegen Populismus, Radikalismus, Rassismus, Islamismus. Entwickelt hat die Motividee dazu unser Karikaturist Thomas Plaßmann, kongenial umgesetzt hat sie Wagenbauer Jacques Tilly mit seinem Team.

Und gestern sind wir mit dieser Karikatur für einen Tag ins närrische Leben hinausgefahren. Wir – das Team der NRZ, sechs unserer Leser und unsere grandiose Fußtruppe, die sich in die Menge warf und vor dem Wagen für ausgelassene Stimmung sorgte. Designerin Regina Strunden hatte uns alle zu Superheldinnen und -helden der Medienwelt gemacht.

Keine Ahnung übrigens, wer uns vorgewarnt hatte, dass so ein Karnevalszug mitten im Winter ja eine ziemlich kalte Angelegenheit sei, für die man sich am besten mit einem halben Dutzend wärmender Pullover, Skiunterwäsche und Sohlenheizung ausstatten sollte. Alles Quatsch. Rio ist klima- und stimmungsmäßig nichts gegen unsere Landeshauptstadt am Rhein. Der Wagen hatte sich noch gar nicht in Bewegung gesetzt, da wurde an Bord, angeheizt durch unseren launigen Conférencier und Stimmungsmacher René le Riche, schon zu Sambaklängen getanzt.

Und nach 500 Metern war den meisten schon so warm, dass sie am liebsten Perücken und Sixpack abgeworfen hätten. Haben wir natürlich nicht gemacht! Kamelle werfen ist nämlich eine ganz schöne Strapaze und löst ein kurzfristiges Leiden namens Wurfarm aus, das allerdings schnell heilbar ist. Apropos Kamelle: Da mussten wir uns immer wieder mal bremsen. „Nicht alles am Anfang verjubeln, muss noch ein paar Kilometer reichen“, mahnt ein Kollege zur Mäßigung, als wir im anfänglichen Enthusiasmus ganze Süßigkeitengewitter auf die Menge niedergehen lassen.

NRZ-Leserin Hildegard Friedrich aus Neukirchen-Vluyn stammt ursprünglich aus Hamburg und ist dementsprechend von Haus aus eigentlich alles andere als jeck. Aber nach vielen Jahren am Niederrhein hat sie sich karnevalstechnisch bestens akklimatisiert. „Und im Düsseldorfer Zug zu fahren, das ist schon außergewöhnlich“, sagt Hildegard Friedrich, weshalb sie sich auch um einen Platz auf unserem Wagen beworben hatte.

Mit dabei ist Tochter Kathrin, die seit fast 20 Jahren in Köln lebt und eine echte kölsche Jeckin ist. Mann, Sohn und Tochter sind extra aus der einen Rheinmetropole in die andere gefahren, um Kathrin am Wegesrand zuzujubeln. Und: hat es sich gelohnt? „Eindeutig ja. Die Düsseldorfer wissen auch toll zu feiern“, schwärmt Kathrin Friedrich kurz bevor wir am Ziel einfahren.

Und was sagt NRZ-Herausgeber Heinrich Meyer? „Ein fantastisches Erlebnis. Großartig. Einmalig.“ Düsseldorf, wir sagen danke. Du warst wirklich gut zu uns!

Die Chronik des Rosenmontagszuges zum Nachlesen

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