Langenfeld

RRX: Kein feiner Zug der Bahn

Wähnt die Bahn auf einem falschen Gleis: Bürgermeister Frank Schneider.

Wähnt die Bahn auf einem falschen Gleis: Bürgermeister Frank Schneider.

Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool

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Langenfeld. Bürgermeister Frank Schneider ist sauer auf die Deutsche Bahn AG. Vor dem morgigen Erörterungstermin in der Hubertushalle war ein Halt des Rhein-Ruhr-Express (RRX) in Langenfeld erneut kategorisch ausgeschlossen worden. Grundlage: ein 2006 erstellten RRX-Gutachten.

„Dieses Gutachten und die hierzu getroffenen Annahmen sind nach inzwischen mehr als acht Jahren überholt“, so Bürgermeister Frank Schneider. Zudem sei dieses Gutachten damals ohne jegliche Anhörung oder Beteiligung der Stadt Langenfeld erstellt worden.

Schneider fordert im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, weiterhin eine Prüfung des Langenfelder Modells. Danach soll jeweils eine der vier RRX-Linien an den Bahnhöfen Benrath, Langenfeld, Leverkusen und Köln-Mülheim halten.

Dass eine solche Prüfung möglich sei und auch zu neuen Erkenntnissen führen könne, zeige eine auf Initiative der Stadt Düsseldorf von der Deutschen Bahn AG 2013 erstellte Studie zur Machbarkeit eines RRX-Haltes in Benrath.

„Durch die aktuelle Studie aus 2013 werden zentrale Basisannahmen des Bundesgutachtens aus 2006 widerlegt, so dass Benrath als RRX-Haltepunkt nun von der Deutschen Bahn AG als baulich und betriebstechnisch machbar eingestuft und wirtschaftlich geprüft wird. Nichts anderes fordert die Stadt Langenfeld für den vorgeschlagenen RRX-Haltepunkt am Bahnhof Katzberg“, so Frank Schneider.

Er erinnert an die Bedeutung eines Haltepunktes in Langenfeld, als Knotenpunkt im Nahverkehr für zwei der wirtschaftsstärksten Städte der Region, Langenfeld undMonheim. Die Stadt Langenfeld werde sich nach Aussage des Bürgermeisters bei dem am Mittwoch in der Hubertushalle stattfindenden nichtöffentlichen Erörterungstermin neben der wichtigen Frage eines RRX-Haltes auch für eine Verbesserung des Schallschutzes entlang der vielbefahrenen Fern- und S-Bahnstrecke einsetzen. Hier geht es um die Forderung der Stadt, einen etwa einen Kilometer langen aktiven Lärmschutzwall zwischen A542 und Rheinstraße zu errichten.

Die Bahn AG sieht in der aktuellen Planung lediglich das regelmäßige Schleifen der Schienen als den Schall mindernde Maßnahme vor. Dies stellt aus Sicht des Bürgermeisters keinen ausreichenden Lärmschutz dar.

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