Autobahn

Sanierung der Fleher Brücke über die A 46 sorgt für Staus

Die Fleher Brücke, über die bei Düsseldorf die A 46 von Wuppertal nach Neuss verläuft, wird fünf Jahre lang saniert. Mit Beginn der Baustelle bildeten sich bereits lange Staus.

Die Fleher Brücke, über die bei Düsseldorf die A 46 von Wuppertal nach Neuss verläuft, wird fünf Jahre lang saniert. Mit Beginn der Baustelle bildeten sich bereits lange Staus.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu (Archiv)

Düsseldorf.  Die Instandsetzung der maroden Fleher Brücke auf der A46 bei Düsseldorf dauert fünf Jahre. Die Einrichtung der Baustelle sorgt für Staus.

Die Sanierung der Fleher Brücke an der A46 in Düsseldorf hat begonnen. Am Brückenkorpus gibt es erhebliche Schäden. Denn über die zwischen 1976 und 1979 gebaute Brücke rollt erheblich mehr Verkehr als einst geplant war. Das setzt der stärksten Brücke zu.

Doch schon vergangenes Jahr gab der Landesbetrieb Straßen.NRW Entwarnung: Ein Brückenneubau sei nicht nötig, wie etwa an A1 in Leverkusen und der A40 in Duisburg. Stattdessen wurde nach umfangreichen Untersuchung ein Sanierungskonzept vorgelegt.

Am Donnerstagmorgen sorgte die Sperrung bereits für kilometerlange Staus. Teilweise brauchten Autofahrer auf der A46 zwischen Düsseldorf Bilk und Neuss-Uedesheim eine Stunde länger.

A46 bei Düsseldorf – Bauarbeiten an Fleher Brücke dauern fünf Jahre

Die Bauarbeiten für die Sanierung der Fleher Brücke bei Düsseldorf sind auf fünf Jahre angesetzt, wie Straßen.NRW mitteilte: „Die Instandsetzung der A46-Rheinbrücke bei Flehe kann Ende August begonnen werden. Bisher sind Prüfungen, Schadensfeststellungen und Reparaturen zur bauzeitlichen Ertüchtigung durchgeführt worden.“ Für die Instandsetzung sind aber einige vorbereitende Maßnahmen für die Verkehrsführung erforderlich, um während der fünfjährigen Sanierung weiter zwei Fahrstreifen in jeder Fahrtrichtung gewährleisten zu können.

Zur Entlastung der Fahrbahn Richtung Wuppertal muss auf der Brücke ein Fahrstreifen auf die Richtungsfahrbahn Neuss übergeleitet werden. Aufgrund der Nähe zum Tunnel Universität sowie der Anschlussstelle Düsseldorf-Bilk auf der rechtsrheinischen Seite und der Anschlussstelle Neuss-Uedesheim auf der linksrheinischen Seite müssen aufwändige Mittelstreifenüberfahren gebaut werden. „Bewusst wird von den Brückenbauern die verkehrsschwächere Ferienzeit genutzt, um die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten“, so Straßen.NRW.

Und das ist im August zur Vorbereitung der Sanierung geplant:

Einstreifig: Von Freitag, 9. August, ab 20 Uhr bis Montag, 12. August, um 5 Uhr wird die Brücke über jeweils nur einen Fahrstreifen in jede Richtung befahren werden können. Die linken Fahrstreifen müssen zur Herstellung der linksrheinischen Überfahrt und für Arbeiten an der rechtsrheinischen Überfahrt gesperrt sein.

Vollsperrungen: Damit die Mittelstreifenüberfahrten fertiggestellt werden können, sind in jeder Fahrtrichtung auch Vollsperrungen notwendig.
In Fahrtrichtung Neuss ist die A46 zwischen Düsseldorf-Bilk und Neuss-Uedesheim von Mittwoch, 14. August, ab 22 Uhr bis Montag, 19. August, um 5 Uhr dicht. Die Umleitung ist ab Düsseldorf-Bilk über Münchener Straße, Südring, Kardinal-Frings-Brücke (Südbrücke) und den Zubringer zur A57 Anschlussstelle Neuss-Hafen ausgeschildert.


In Fahrtrichtung Wuppertal ist ab Mittwoch, 14. August, erst eine Einstreifigkeit eingerichtet und ab Freitag, 16. August, um 20 Uhr eine Vollsperrung bis Montag, 19. August um 5 Uhr vorgesehen. Die Umleitung wird über die A57-Anschlussstelle Neuss-Hafen über die Kardinal-Frings-Brücke und weiter über den Südring und Münchener Straße zur A46-Anschlussstelle Düsseldorf-Bilk geführt.


Eine großräumige Umfahrungsempfehlung wird über den Düsseldorfer Norden, die A57, A44 und A3 für beide Richtungen, auf den elektronischen Hinweistafeln rund um Düsseldorf geschaltet. Wer dieser Empfehlung folgen kann, entlastet die Umleitungsstrecken in Düsseldorf und erreicht sein Ziel vermutlich schneller.


Gleichzeitig können im Schutz der Vollsperrungen weitere Arbeiten mit erledigt werden. Straßenbauarbeiten auf der Brücke und Mängelbehebung an den Fahrbahnübergängen hätten ansonsten zusätzliche Verkehrsbehinderungen bedeutet.

Rad- und Gehweg: Die Sperrung des Rad- und Gehweges auf der Südseite der Brücke erfordert keine weiten Umleitungen während der Vollsperrungen, da Radfahrer und Fußgänger den Rad-und Gehweg auf der Nordseite der Brücke nutzen können.


„Nach der notwendigen Sanierung der Fleher Brücke soll sie wieder voll befahrbar sein. Auch für den Lkw-Verkehr sollen keine dauerhaften Beschränkungen notwendig werden“, so Straßen.NRW. Die Statik-Experten sind sicher, dass die Rheinbrücke nach den notwendigen Verstärkungsarbeiten wieder ihren Zweck erfüllen wird.
Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten soll die Brücke wieder sechsspurig befahrbar sein. Zu den Sanierungskosten konnte Straßen.NRW auf Anfrage nichts sagen. Nur soviel: Es wird siebenstellig! (gömi)

Mehr zum Thema: www.strassen.nrw.de/de/projekte/a46/instandsetzung-der-fleher-rheinbruecke.html

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