Seelentröster aus Plüsch

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Die Auszubildenden der Firma Teekanne und Teepack spendeten jetzt der Düsseldorfer und Mönchengladbacher Feuerwehr 180 Stoff-Elefanten zum Einsatz auf Rettungswagen. Sie werden von den Besatzungen zum Trost an Kinder ausgegeben. Sebastian Schröder, Initiator der Spendenaktion und Auszubildender bei der Firma Teekanne, sowie einige angehende Industriekaufleute und Industriemechaniker haben gestern die plüschigen Seelentröster für Kinder an Heinz Engels, Sprecher der Feuerwehr Düsseldorf, und Marco Jennißen von der Feuerwehr Mönchengladbach überreicht.

Sebastian Schröder, Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Mönchengladbach, und Industriekaufmann im ersten Ausbildungsjahr, hatte die Idee der Stofftier-Sammelaktion auch bei Teekanne ins Rollen gebracht. Bei einem Feuerwehrlehrgang zum Atemschutzgeräteträger in seiner Heimatstadt Mönchengladbach hatten die Teilnehmer eine Sammeldose zum Erwerb von Stofftieren für den dortigen Rettungsdienst aufgestellt. „Die Sammelaktion zum Kauf von Stoff-Elefanten, um kleine Patienten im Rettungswagen zu trösten, fand ich toll“, erzählt Schröder. „So kam ich auf die Idee auch in meinem Ausbildungsbetrieb zu sammeln.“

„Notarzt“ für kleine Kinder

Im Rahmen einer Weihnachtsaktion organisierten die Auszubildenden der Firma Teekanne einen Waffelstand mit Verkauf an die Belegschaft. Unterstützung bekamen sie von den Industriemechanikern der Schwesterfirma Teepack, die parallel in der Adventszeit selbst gebaute Düsseldorfer Fernsehtürme an Mitarbeiter verkauften. Vom gemeinsamen Erlös wurden die Stofftiere beschafft.

„Ein Stofftier ist ein Seelentröster für Kinder, die in einer Notsituation abgelenkt werden sollen, eine Art „Notarzt“ für kleine Kinder, die gerade ein schlimmes Erlebnis in ihrem jungen Leben verarbeiten müssen, wie beispielsweise eine schmerzende Verletzung, der Verlust eines vertrauten Menschen oder nach einem Verkehrsunfall“, erklärte gestern Heinz Engels von der Feuerwehr. Der plüschige Elefant wird künftig mit im Einsatz sein, wenn die Rettungsassistenten und Notärzte der Düsseldorfer Feuerwehr verletzte Kinder an Bord haben. „Mit dieser Spende möchten wir den kleinen Patienten in den Rettungswagen etwas zum Kuscheln und etwas Wärme mitgeben“, betonte Sebastian Schröder.

Idee entstand schon 1988

Wenn verletzte oder kranke Kinder in einem Rettungswagen transportiert werden, spielt so ein Stofftier eine ganz wichtige Rolle. „Er tröstet die kleinen Patienten und lenkt von Verletzungen und Schmerzen ab“, erklärt die Jugend- und Auszubildendenvertreterin von Teekanne Ann Kathrin Witprächtiger. Der schwere Schock und die fremde Atmosphäre im Rettungsfahrzeug erschweren den Rettungsassistenten und Notärzten den emotionalen Zugang zu den jungen Patienten. „Das Stofftier dient in dieser Situation als Sprachrohr und hilft bei der Überwindung der Ängste“, erläuterte Marco Jennißen von der Feuerwehr Mönchengladbach.

Die Idee stammt von der Deutschen Teddy Stiftung in Esens-Bensersiel. Die Stiftung „Good Bears of the World“ wurde schon am 28. September 1988 im Rathaus der Bärenstadt Esens gegründet. Seither wurde in Deutschland in mehr als 360 Städten, Gemeinden und Landkreisen mehr als 100 000 Teddys kostenlos verteilt.

Und die Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst wissen seitdem aus eigener Erfahrung, wie dankbar Kinder sind, denen in schwierigen und belastenden Umständen ein Trost- Teddy oder im aktuellen Fall ein Trost-Elefant in den Arm gegeben wird.

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