Sieger des „Vielfalt“-Projekts stehen fest

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31 Düsseldorfer Schulen haben sich im vergangenen Jahr an dem Projekt „Vielfalt: frisch gestrichen“ beteiligt: Auf Initiative der Düsseldorfer Förderschulen und Brücke 2000 e.V. gestalteten Schüler ein Bild mit ihren Ideen zum Thema „Vielfalt“. Alle eingereichten Werke wurden Ende 2015 im Stadtmuseum in der Ausstellung „125 Jahre Sonderpädagogik in Düsseldorf im Spiegel der Zeit“ gezeigt. Im Anschluss haben die vier Juroren, Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Bäckermeister Josef Hinkel, Kabarettist Manes Meckenstock und Musikproduzent Dieter Falk, die drei besten Bilder ausgewählt. Mit einer Preisverleihung hat die Jury gestern die Siegerschulen geehrt. Die Gewinnerbilder wurden auf einer großen Plane an der Fassade der Freizeitstätte Garath der Öffentlichkeit präsentiert.

Bilder bald in der Stadt zu sehen

Die Idee zu dem Gemeinschaftsprojekt der Landeshauptstadt, der Förderschulen und Brücke 2000 e.V. entstand im Frühjahr 2015. Die Düsseldorfer Schulen konnten sich mit einem Entwurf zum Thema „Vielfalt“ bewerben. 31 Schulen machten mit und setzten sich gemeinsam mit den Schülern kreativ mit dem Thema auseinander. Nun startet der zweite Teil des Projektes: Die Entwürfe sollen professionell auf Wänden im Düsseldorfer Stadtbild aufgetragen werden. Auf diese Weise wird die Vielfalt in der Stadt betont und die Stadt zum Ausstellungsraum. Hausbesitzer, Firmen oder Behörden können in Kooperation mit den Schulen Entwürfe wählen und realisieren.

Den Auftakt für diesen zweiten Teil bildete gestern die Preisverleihung und damit die Realisierung der drei besten Bilder. Die Jury wählte die Bilder der Kurt-Schwitters-Schule, der Alfred-Herrhausen-Schule und der LVR-Schule am Volksgarten zu den Siegern des Projektes. Die drei Bilder sind diejenigen, die als erste auch großflächig im öffentlichen Raum sichtbar gemacht wurden: Auf einer Plane an der Fassade der Freizeitstätte Garath an der Fritz-Erler Straße 51 wurden die Bilder in einer Größe von jeweils drei mal zwei Metern der Öffentlichkeit präsentiert.

Für ihr Engagement und die Umsetzung überreichten die Juroren den Schülerinnen und Schülern ein ALU-Dibond-Bild mit dem Motiv des eigenen Entwurfes. Ein solches Bild erhielten ebenfalls die Gewinnerinnen und Gewinner des Publikums- und Internetvotings für ihre Entwürfe. Denn jeder durfte online auf der Internetseite des Projekts für sein Lieblingsbild abstimmen. Alle Schulen, die sich am Projekt beteiligt haben, bekamen zudem ein Paket mit Postkarten, auf denen die Entwürfe abgedruckt sind. Die Finanzierung des Projektes wurde von Brücke 2000 e.V. übernommen.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche erklärt, dass die Präsentation und öffentliche Preisverleihung einen weiteren Grundstein dafür legen soll, die Vielfalt in der Stadt weiter zu betonen und das Interesse weiterer Hausbesitzer, Firmen oder Behörden zu wecken, ebenfalls Flächen zur Verfügung zu stellen: „Ich bin begeistert von dem Engagement, das bei diesem Projekt an den Tag gelegt wird. Die Unterschiedlichkeit und damit auch die Vielfalt von Menschen sowie die Teilhabe aller an unserer Gesellschaft sind wichtige Elemente für die Basis eines bunten und sich bereichernden Zusammenlebens und -lernens. Ich werde das Projekt weiterhin unterstützen und stehe in engem Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen der verschiedenen Verwaltungsbereiche, die weitere Flächen zur Gestaltung mit eingereichten Entwürfen zur Verfügung stellen möchten.“

Jörg Geelen, Mitinitiator des Projektes und stellvertretender Schulleiter der Alfred-Herrhausen Schule zeigt sich begeistert von dem ersten großen Wandbild: „Düsseldorf ist eine vielfältige und weltoffene Stadt. Schulen und Freizeitzentren sind wichtige Orte der Begegnung – hier kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen. Ich freue mich, dass das Projekt einen weiteren Schritt vorangekommen ist und das Thema ‘Vielfalt’ nun noch deutlicher hervorgehoben wird. Ich hoffe, dass wir viele weitere Flächen finden, die als Untergrund für unsere Entwürfe und Botschaft dienen.“

Die Alfred-Herrhausen Schule, die Willi-Fährmann Grundschule sowie die Adam-Stegerwald Grundschule werden als nächste Protagonisten in naher Zukunft ihre eingebrachten Entwürfe jeweils an den Wänden der eigenen Schule anbringen. Hausbesitzer, Firmen oder Behörden, die das Projekt unterstützen möchten, können sich gern an die Projektverantwortlichen wenden, ihren favorisierten Entwurf auswählen und die Umsetzung durch ein Wandbild, direkt aufgebracht auf eine Fassade, ein Bild auf ALU-Dibond, einen Druck auf LKW Plane oder auch direkt angebracht an eine Fassade gemeinsam mit den Initiatoren des Projektes besprechen und realisieren. Auch andere Ideen und Unterstützungsmöglichkeiten sind denkbar. Bäckermeister Josef Hinkel beispielsweise hat vor, seinen favorisierten Entwurf auf die Tüten für seine Backware drucken zu lassen.

Mehr Informationen zum Projekt gibt es online unter: www.vielfaltinduesseldorf.de oder via E-Mail an: vielfalt@schule.duesseldorf.de

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