Zentrale

Silicon Valley in der Landeshauptstadt

Grundsteinlegung mit OB Geisel, Peter Vinnemeier und

Grundsteinlegung mit OB Geisel, Peter Vinnemeier und

Foto: NRZ

Düsseldorf.   Mitte 2018 soll die neue Trivago-Zentrale am Medienhafen fertig sein – Das Gebäude bietet Platz für mehr als 2000 Mitarbeiter.

Das IT-Unternehmen Trivago wächst enorm schnell, so schnell, dass es nun an der neuen Zentrale am Medienhafen Platz für mehr als 2000 Mitarbeiter einplant. Die neue Zentrale klingt dabei mehr nach Erlebnistempel, denn als Bürokomplex: Restaurant, Fitnesscenter, Jogging-Terrasse und Kino sind geplant. Gestern legte das Unternehmen dafür den Grundstein.

Geschäftsführer Peter Vinnemeier erinnerte sich dabei an die Anfänge: Begonnen haben sie im Bürokeller seines Vaters, zwei Jahre später sei das Unternehmen ins erste eigene Büro an die Ronsdorfer Straße gezogen, damals hätten sie 40 Mitarbeiter gerhabt, heute hätten sie mehr als 1000 Menschen aus 70 Nationen angestellt, verteilt in mehreren Gebäuden am Bennigsen-Platz. Jetzt wollen sie wieder zusammenkommen.

Die Hotelsuchmaschine Trivago, 2005 gegründet, gilt als einer der erfolgreichsten deutschen Start-ups der vergangenen zehn Jahre. Eine sogenannte Metasuchmaschine erlaubt Besuchern der Internetseite, Angebote von anderen Buchungsportalen zu finden. 2012 übernahm Expedia 61 Prozent des Düsseldorfer Unternehmens.

„Mit dem Bau der Trivago-Zentrale wird ein neues Kapitel aufgemacht in der Entwicklung des Hafens“, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel bei der Grundsteinlegung. Die Kombination aus Leben und Arbeiten passe sehr gut zum Medienhafen, ebenso wie das internationale Team.

Das neue Gebäude liegt exponiert am Fuße des Hafenbeckens an der Kesselstraße und besteht aus zwei Neubauten und großen Freiflächen, die Architekten sprechen von einem Campus. Die Gebäude werden ähnlich wie Kö-Bogen organisch geformt sein.

Der erste Bauabschnitt umfasst rund 30 000 Quadratmeter und über 500 Stellplätze. Das Tropfenförmige Gebäude soll sechs Etagen besitzen und zum Hafenbecken hin offen sein. Neben der eigentlichen Büronutzung entstehen zahlreiche kreativ gestaltete Räumlichkeiten: Gastronomie und Küchenbereiche, eine Bibliothek und ein Kino zählen ebenso dazu wie Fitnessräume für tägliche Sportkurse wie zum Beispiel Yoga. Draußen soll ein grüner Campus entstehen mit zusätzlich angelegten Wasserflächen. Begrünte Innenhöfe und Joggingstrecke auf einer Dachterasse: Die Planung erinnert an amerikanische Unternehmen im Silicon Valley. Aber auch Düsseldorfer sollen etwas davon haben und durch einen Gang zum Hafen gelangen können.

Der Presse gegenüber zeigte sich Geschäftsführer Peter Vinnemeier gestern äußerst verhalten, Grund seien „schwebende Gerichtsverfahren“. In vergangenen Tagen hat das Unternehmen mit einem geplanten Börsengang für Schlagzeilen gesorgt, der Ende des Jahres oder Anfang kommenden Jahres passieren dürfte und den Trivago-Gründern eine Gelegenheit zum Ausstieg bei Expedia gäbe.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben