Flughafen

So viele Nachtflüge wie noch nie am Düsseldorfer Airport

Die Anwohner des Düsseldorfer Flughafens, vor allem in den Nachbarstädten, sind genervt: Die Zahl der Nachtflüge hat in Düsseldorf 2018 einen neuen Rekord erreicht.

Die Anwohner des Düsseldorfer Flughafens, vor allem in den Nachbarstädten, sind genervt: Die Zahl der Nachtflüge hat in Düsseldorf 2018 einen neuen Rekord erreicht.

Foto: Julian Stratenschulte

Düsseldorf.   Der Verein „Kaarster gegen Fluglärm“ kritisiert ein „neues Allzeithoch“ bei den Nachtflügen in Düsseldorf: „Das ist nicht mehr hinnehmbar!“

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2018 sind nach Angaben des Vereins „Kaarster gegen Fluglärm“ am Flughafen Düsseldorf 2436 Flugzeuge zwischen 23 Uhr und 6 Uhr gelandet. „Dies ist ein neues Allzeithoch. Die nächtliche Ruhestörung durch den Flughafen ist für die Anwohner nicht mehr hinnehmbar“, so deren Vorsitzender Werner Kindsmüller.

In Vorjahr 2017 betrug die Zahl 2053. In den vergangenen fünf Jahren habe sich die Zahl der Flugbewegungen außerhalb der Betriebszeiten, die in der Betriebsgenehmigung vorgesehen sind, dramatisch erhöht. Betrug die Zahl der verspäteten Landungen nach 23 Uhr 2013 noch 826, so habe sich deren Zahl fast verdreifacht. In den Sommermonaten hätten die Anwohner pro Nacht mehr als zehn Landungen in den Nachtstunden ertragen müssen. „Die Fluggesellschaften nutzen die laxe Nachtflugregelung aus, der Flughafen ist mit der Abwicklung der Flüge überfordert und der Verkehrsminister bleibt untätig“, so Kindsmüller. „Nach unserer Auffassung ist die Entwicklung der Nachtflüge durch die geltende Betriebsgenehmigung nicht mehr gedeckt.“

Mehr Qualität und höhere Flugpreise

Der Vorsitzende des Vereins Kaarster gegen Fluglärm teilt die Auffassung von Eurowings-Chef Thorsten Dirks. Der hatte zum Jahreswechsel in einem Interview gesagt, dass die Zeit des Wachstums in der Flugbranche abgelöst werden muss durch mehr Qualität und höhere Flugpreise. „Eine solche Entwicklung wäre auch für die Anwohner von Vorteil“, findet Kindsmüller.

Eurowings gegen Kapazitätserweiterung in Düsseldorf

Dirks sagte auch, dass Eurowings, ebenso wie deren Mutter Lufthansa, die beantragte Kapazitätserweiterung des Flughafens weiter ablehnt: „Wir sind der Meinung, dass es im sinne aller Kunden ist, zunächst die Infrastrukturprobleme am Standort Düsseldorf oder Frankfurt zu lösen, bevor weitere Starts und Landungen in betracht gezogen werden.“ (gömi)

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