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Stadt Düsseldorf: Mehr Sauberkeit mit 10-Punkte-Programm

Peter Ehler (Awista), Oberbürgermeister Thomas Geisel, Umweltdezernentin Helga Stulgies und Jörg Mühlen (Awista, v.l.) stellten gestern das Zehn-Punkte-Programm für mehr Stadtsauberkeit vor.

Peter Ehler (Awista), Oberbürgermeister Thomas Geisel, Umweltdezernentin Helga Stulgies und Jörg Mühlen (Awista, v.l.) stellten gestern das Zehn-Punkte-Programm für mehr Stadtsauberkeit vor.

Foto: Stadt Düsseldorf / Uwe Schaffmeister

Düsseldorf.   Awista soll flexibler und „bedarfsbezogener“ arbeiten können. Mehr Abfalltonnen und Unterfluranlagen sollen in Düsseldorf aufgebaut werden.

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Düsseldorf soll sauberer werden – das ist immer wieder Ziel von Kampagnen. Oberbürgermeister Thomas Geisel, Umweltdezernentin Helga Stulgies, die Awista-Geschäftsführer Peter Ehler und Jörg Mühlen haben nun ein Zehn-Punkte-Programm vorgestellt, welches die Stadtsauberkeit weiter verbessern soll.

OB Geisel ist es dabei ein besonderes Anliegen, dass vor allem mehr Abfallbehälter – und vor allem mehr Unterfluranlagen – aufgebaut werden und Standorte sauber gehalten werden. Gerade gestern wurden zwei neue Unterfluranlagen an Ringstraße und Mauerstraße in Betrieb genommen. Insgesamt sind in den nächsten fünf Jahren 30 neue geplant. Auch die Zahl der Straßenpapierkörbe in Düsseldorf steigt weiter. Waren es 2014 noch 24.125 gibt es Stand 2018 bereits 25.927.

XXL-Tonne als Kampagnenmotiv

Besonders schlimm sieht es aber immer im Sommer auf den Rheinwiesen aus. Dort steht nun für einige Wochen eine XXL-Tonne mit den Kampagnenmotiv. „Wir wollen mit der Initiative darauf aufmerksam machen, dass die Sauberkeit nicht nur eine Sache für Stadtverwaltung und Awista ist, sondern dass jeder Einzelne etwas tun kann“, so Geisel.

Zusätzlich zu den ohnehin schon 200 Saisonmülltonnen wurden in diesem Jahr weitere 30 am Rheinufer aufgestellt, so Helga Stulgies. Hinzu kommen 70 Behälter in den Parks. Die Awista-Mitarbeiter leeren die Tonnen und reinigen die Flächen, so die Umweltdezernentin. Das Unternehmen plant dabei eigenständig, in Abhängigkeit von den aktuellen Witterungsbedingungen, welche Ressourcen sie dafür einsetzt. Am Wochenende werden zudem „Promotion-Teams eingesetzt, die die Menschen freundlich auf Tonnen hinweisen“ sollen. Auch Müllbeutel sollen verteilt werden.

Variable Tourenplanung bei Wildkraut-Beseitigung

Auch bei der App „Düsseldorf bleibt sauber“, über die gut 9000 Meldungen über Müll innerhalb eines Jahres eingegangen sind, gibt es Neuerungen. „Bisher waren die Mitarbeiter zwei Stunden täglich mit der Erledigung von App-Aufträgen befasst, nun sind sie es von montags bis freitags ganztägig, sowie am Wochenende und an Feiertagen halbtägig“, so Stulgies.

Die Awista soll zudem flexibler bei der Beseitigung von Wildkräutern arbeiten können, „da das Wildkraut bei unterschiedlichen Wetterbedingen an unterschiedlichen Stellen unterschiedlich schnell nachwächst“, so die Dezernentin weiter. Das mache eine variable Tourenplanung „nach Sichtungen“ nötig.

„Containerpaten“ sollen Standorte betreuen

Für den OB ist bekanntlich auch die Altpapierentsorgung ein wichtiges Anliegen. Stadt und Awista arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung der neuen Anschlusspflicht an die blaue Tonne für Altpapier. Zunächst wurden aber schon rund 4000 zusätzliche blaue Tonnen aufgestellt. Aktuell werden die Eigentümer der Wohngrundstücke in der Innenstadt schriftlich über ihre Pflichten, aber auch über eine mögliche Befreiung davon informiert. Wenn es mehr blaue Tonnen gibt, können Depotcontainer abgezogen werden, die Vermüllung an den Standorten falle so weg, so Stulgies.

Besonders verschmutzte Containerstandorte in der Innenstadt werden seit Januar zudem täglich gereinigt. Gleichzeitig haben sich Stadt und Awista darauf geeinigt, die Leerung der Papiercontainer an den jeweiligen Bedarf anzupassen. Auch das soll flexibel gehalten werden, so Peter Ehler. Desweiteren soll es bald „Containerpaten“ geben, die Standorte betreuen.

Peter Ehler: „Denken über neuen Recyclinghof nach“

Weiteres Potenzial sehen Stadt und Awista bei der gewerblichen Altpapiertonne. Der Gewerbekundenvertrieb der Awista wird gemeinsam mit der Stadt gezielt auf Gewerbetreibende zugehen.

Stadt und Awista wollen zudem verstärkt auf die Kampagne aufmerksam machen. So sollen etwa pro Jahr rund 500 Hängepapierkörbe mit dem neuen Kampagnenmotiv versehen werden.

Gleichzeitig wollen die beiden Partner dauerhaft im Gespräch bleiben, um die Sauberkeit weiter zu verbessern. „Wir überlegen gerade die Öffnungszeiten der Recyclinghöfe zu erweitern. Eventuell muss man auch über die Entwicklung eines neuen Hofes nachdenken“, so Ehler abschließend.

>> SO KÖNNEN BÜRGER MÜLL MELDEN

Bürger, die eine Schmutzecke oder Müllablagerungen entdecken, können dies nicht nur über die App melden, sondern auch über das Servicetelefon Stadtsauberkeit unter der Rufnummer 0211/89-25050 oder via E-Mail an stadtsauberkeit@duesseldorf.de.

Die Recyclinghöfe in Garath (Frankfurter Straße 253), Lohausen (Niederrheinstraße 229) und Flingern (Flinger Broich 15) haben montags bis freitags von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet. Samstags haben die Höfe in Garath und Lohausen von 9 bis 14 Uhr geöffnet, der in Flingern sogar bis 16 Uhr.

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