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Stadtsparkasse erwirtschaftet saftigen Gewinn für 2017

Der Vorstand der Stadtsparkasse Düsseldorf: (v.l.) Stefan Dahm, Vorsitzende Karin-Brigitte Göbel, Michael Meyer und Uwe Baust.

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Der Vorstand der Stadtsparkasse Düsseldorf: (v.l.) Stefan Dahm, Vorsitzende Karin-Brigitte Göbel, Michael Meyer und Uwe Baust.

düsseldorf.   Mit einem Jahresergebnis von 102,5 Millionen Euro legt das Düsseldorfer Geldinstitut deutlich zu – hohe Ausschüttung an die Stadt ist möglich.

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Die Stadtsparkasse konnte auch 2017 einen saftigen Gewinn erwirtschaften: Das Betriebsergebnis liegt voraussichtlich bei 102,5 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2016 lag der Überschuss bei 72,1 Millionen Euro. Der gesteigerte Gewinn liegt unter anderem an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, von der auch Düsseldorf profitiert. Dank der niedrigen Arbeitslosenquote (Dezember 2017 bei 6,9 Prozent) und rückgängiger Unternehmensinsolvenzen steht die Wirtschaft in Düsseldorf derzeit auf kräftigen Beinen.

Die Sparkasse plant deshalb auch eine großzügige Ausschüttung der Gewinne an die Stadt: „Im vergangenen Jahr betrug die Ausschüttung 8,2 Millionen Euro. In diesem Jahr wäre noch deutlich mehr möglich“, betont Karin-Brigitte Göbel, Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse. Eine genaue Zahl könne aber erst veröffentlicht werden, wenn Verwaltungsrat und Stadtrat sich auf den Betrag der Ausschüttung geeinigt haben.

Weitere Filialschließungen sind in Zukunft möglich

Grund für die positive Entwicklung der Jahreszahlen ist auch der Rückgang der Sach- und Personalkosten. In diesem Bereich fiel der Aufwand um fast 9 Millionen Euro niedriger aus als im Vorjahr. Das liegt natürlich auch an den Filialschließungen, die die Sparkasse in Düsseldorf seit Herbst 2015 durchführt. In diesem Zuge wurde die Zahl der Filialen um 18 Standorte auf 46 reduziert. „Die Zahl der damals geplanten Schließungen wird in diesem Jahr komplett umgesetzt sein“, so Michael Meyer vom Sparkassen-Vorstand. Trotz dieser Maßnahmen sei die Zahl der Kunden jedoch unverändert geblieben.

Gute Prognosen für das laufende Jahr 2018

Ob es in nächster Zukunft noch zu weiteren Filialschließungen kommt, könne derzeit nicht ausgeschlossen werden, hieß es gestern in der Sparkassenzentrale an der Berliner Allee. Denn die Entwicklung der Digitalisierung der Sparkasse spricht eigene Bände: „Das Online-Banking hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Der Anteil der Online-Konten wächst und liegt derzeit bei 53 Prozent. Auch das Dienstleistungsangebot unserer Medialen Filiale ist 2017 deutlich gestiegen“, so Göbel. Das Fazit: „Für viele Kunden ist die Geschäftsstelle nicht mehr die zentrale Anlaufstelle.“

Für 2018 hat man beim Geldinstitut rosige Aussichten: „Renommierte Volkswirte prognostizieren einen anhaltenden Wirtschaftsaufschwung“, so die Vorstandsvorsitzende. Das Kreditgeschäft soll deshalb weiter ausgebaut werden. Ein deutlicher Zuwachs wird außerdem im Bereich des Dienstleistungsgeschäfts erwartet. Darunter fällt etwa die Abwicklung des Zahlungsverkehrs für Sparkassenkunden oder die Vermögensverwaltung.

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