Mobilität

Stadtwerke schickt 100 E-Roller auf die Straßen Düsseldorfs

Stadtwerke-Vorstand Hans-Günther Meier (links) und Hauke Feldvoss, Co-Founder von "emmy" (rechts) führen den Rollercorso durch die Stadt an.

Stadtwerke-Vorstand Hans-Günther Meier (links) und Hauke Feldvoss, Co-Founder von "emmy" (rechts) führen den Rollercorso durch die Stadt an.

Foto: ngo Lammert

Düsseldorf.  Die Elektro-Roller namens Eddy können nun überall in der Innenstadt ausgeliehen und abgestellt werden. Für den Anfang stehen 100 Roller bereit.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Flüsterleise, umweltschonend und smart soll die Zukunft des Düsseldorfer Verkehrs werden. Während die Rheinmetropole anderen Städten in Sachen Luftqualität und nachhaltiger Mobilität hinterherhinkt, wurde nun zumindest ein Teil des Versprechens für mehr „smart mobility“ umgesetzt. Denn seit Donnerstag sind in Düsseldorf 100 sogenannte eddys in der Innenstadt unterwegs – mietbare Elektro-Roller die mit Öko-Strom fahren und daher keine Emissionen ausstoßen. „Eddy passt gut in die Strategie der Stadt Düsseldorf. Es ist ein platzsparendes und emissionsfreies Fahrmittel, welches ganz im Sinne der sharing economy mit anderen geteilt wird“, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel bei der Präsentation des „Verkehrsmittels der Zukunft“ in der Turbinenhalle der Stadtwerke.

Junges Unternehmen mit Konzept in Berlin erfolgreich

Die Düsseldorfer Stadtwerke haben sich für das Projekt mit dem Berliner Start-ups „emmy“ zusammen getan. Denn in der Bundeshauptstadt gehören die Elektro-Roller des jungen Unternehmens schon fest zum Straßenbild – derzeit sind in Hamburg und Stuttgart weitere Projekte geplant. „Wachsende Städte haben auch wachsende Mobilitätsströme. Mit der Zeit wird daher die Mobilität mit der Energie-Infrastruktur zusammenwachsen“, sagt Stadtwerke-Vorstand Hans-Günther Meier und betont, dass Düsseldorf schon jetzt zu den Top-Städten der Elektro-Infrastruktur gehöre: „Es gibt in der Stadt schon jetzt 190 öffentliche Ladepunkte für Elektro-Autos, in den nächsten Jahren kommen 50 weitere dazu.“

Roller-Service ist nur mit dem Smartphone nutzbar

Der Leih-Service richtet sich in erster Linie an junge Menschen, denn ganz im Zeichen der Digitalisierung ist das Angebot ohne Smartphone nicht nutzbar. Zuerst muss die eddy- App auf das Handy geladen werden – die zeigt nämlich an, wo sich der nächste freie Roller befindet. Dann muss man sich selbst samt Führerschein von der Handykamera ablichten lassen, um die Fahrerlaubnis zu überprüfen. Gleichzeitig dient das Smartphone aber auch als Schlüssel, um das E-Moped überhaupt erst starten zu können.

Eine Batterie-Ladung reicht für 100 Kilometer

„Die Batterie des Fahrzeugs wird aus der Ferne gewartet, man hat immer im Blick, wie viel Strecke noch zurückgelegt werden kann“, sagt emmy-Mitgründer Hauke Feldvoss. Die Batterie soll mit einer vollen Ladung je nach Fahrweise für rund 100 Kilometer reichen. Abstellen lässt sich der Roller an jedem Zielpunkt in der Innenstadt – leider funktioniert das Leihsystem außerhalb dieses Bereichs nicht. Teams des Unternehmens fahren dann zu den abgestellten Rollern und wechseln die alten Batterien gegen neue aus.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (6) Kommentar schreiben