FDP-Parteitag

Marie-Agnes Strack-Zimmermann ist auf dem Weg nach Berlin

Haben gut lachen beim FDP-Parteitag: Vorsitzender Christian Lindner und die Düsseldorfer FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann am Wochenende in Neuss.

Haben gut lachen beim FDP-Parteitag: Vorsitzender Christian Lindner und die Düsseldorfer FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann am Wochenende in Neuss.

Foto: FDP/Facebook

Düsseldorf.  Die Düsseldorfer FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann kandidiert hinter Christian Lindner bei der Bundestagswahl auf Platz 2 der NRW-Liste.

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Die Freien Demokraten in NRW haben in Neuss die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende und Vorsitzende der Düsseldorfer Ratsfraktion, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (58), mit 77 Prozent der abgegebenen Stimmen auf Listenplatz 2 der Landesliste zur Bundestagswahl im Herbst 2017 gewählt. Auf Platz 1 wurde Christian Lindner gewählt, Vorsitzender der FDP in NRW und im Bund. Er lebt in Pempelfort.

Für Strack-Zimmermann ist das ein erfreuliches Ergebnis. Wenn die FDP die Fünf-Prozenthürde packt, zieht sie in den Bundestag ein. In den sozialen Medien meldete sich die Düsseldorferin nach dem zweiten Platz sofort zu Wort. „Ich bedanke mich von Herzen für die Wahl auf Listenplatz 2 der Landesliste der FDP NRW zur Bundestagswahl 2017. Lassen Sie uns gemeinsam den Neustart rocken. Ich freue mich darauf“, sagt Strack-Zimmermann.

Strack-Zimmermann will „Ideale nicht verraten“

Die Politikerin machte in ihrer Bewerbungsrede zuvor klar: „Für kein Linsengericht und keinen Koalitionspartner der Welt werden die Freien Demokraten ihre Ideale verraten. Die neue FDP lässt sich ihre Werte niemals abkaufen.“

Im Falle ihrer Wahl möchte sich Strack-Zimmermann, die auch die Direktkandidatin der FDP im Wahlkreis Düsseldorf I ist, für eine Neuordnung der Gemeindefinanzen, eine flexibilisierte Rentenpolitik und ein Gesundheitssystem im Sinne der Patientinnen und Patienten einsetzen. „Als langjährige Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Düsseldorf habe ich jahrelang dagegen gekämpft, dass Gelder vom Bund für die Kommunen leichtfertig in rot-grün verursachten Haushaltslöchern auf Landesebene verschwinden. Währenddessen werden ältere Menschen von der Bundesregierung für jahrelange Eigenvorsorge bestraft und die aktuelle Gesundheitspolitik hat immer noch nicht die Menschen im Blick – das muss sich dringend ändern“, betonte Strack-Zimmermann abschließend.“

Auch die Liste für die Landtagswahl am 14. Mai legten die NRW-Liberalen am Wochenende fest. Auf Platz 19 hat es der Düsseldorfer Ratsherr Rainer Matheisen (35) geschafft. Er weiß aber auch, dass es für ihn knapp werden könnte mit einem Einzug, wenn die Partei „nur“ fünf Prozent schafft. Er hoffe aber auf ein Ergebnis zwischen „acht und zehn Prozent“ – dann wäre er im Landtag.

Gute Stimmung auf FDP-Parteitag

Andere Düsseldorfer Parteikollegen landeten hinten auf der Liste und sind damit nahezu chancenlos für den Einzug in den Landtag: Christine Rachner (Platz 47), Felix Droste (Platz 64) und Sönke Willms-Heyng (Platz 66).

Die Stimmung auf dem Parteitag sei aber „gut“, so Matheisen, der von einer spürbaren Aufbruchsstimmung spricht. „Nach den Ereignissen in Großbritannien und den USA spürt man, dass die Menschen sich nach Parteien der parlamentarischen Mitte sehnen, die auf Vernunft setzen“, sagt Matheisen. Die FDP habe zudem in NRW viele Neueintritte verzeichnen können. „Viele Menschen wollen sich politisch engagieren“, erklärt Matheisen.

Christian Lindner wurde zuvor mit 95 Prozent Zustimmung auf Platz 1 der Kandidatenliste für die Landtagswahl im Mai gesetzt. Einen Gegenkandidaten hatte er nicht. Bei der Wahl der Bundestagswahlliste wurde Lindner mit 91 Prozent zum Spitzenkandidaten gewählt – auch ohne Herausforderer.

Schlecht für Düsseldorf - ein Kommentar von Götz Middeldorf 

Sie redet Tacheles, nimmt kein Blatt vor den Mund – Marie-Agnes Strack-Zimmermann weiß genau was sie will, setzt das durch. Oft lautstark, aber stets aus fester Überzeugung. Denn ihr liegt Düsseldorf am Herzen.

Dass die Düsseldorfer FDP-Chefin und stellvertretende Bundesvorsitzende Ambitionen zur höheren Politik hat, ist bekannt. Nun steht fest, dass sie mit einem hervorragenden Listenplatz für die Bundestagswahl auf dem Absprung ist. Im Stadtrat werden viele Düsseldorfer die resolute FDP-Frau vermissen. Natürlich auch ihre Parteifreunde und vielleicht auch die, denen sie immer auf die Füße tritt. Dass sie bald fehlen wird, ist schlecht für Düsseldorf.

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