SPD-Vorsitz

Thomas Kutschaty? „Das passt!“, heißt es aus Düsseldorf

Thomas Kutschaty am Rheinufer in Düsseldorf: Der Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag will auch Chef der NRW-SPD werden.

Thomas Kutschaty am Rheinufer in Düsseldorf: Der Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag will auch Chef der NRW-SPD werden.

Foto: Federico Gambarini / dpa

Düsseldorf.  Der Düsseldorfer Landtagsabgeordnete Markus Weske begrüßt Kutschatys Kandidatur für den Vorsitz der NRW-SPD.

Thomas Kutschaty, Chef der SPD-Fraktion im Landtag, will neuer Vorsitzender der nordrhein-westfälischen SPD werden. Er werde am 14. November beim Landesparteitag in Münster für den SPD-Parteivorsitz kandidieren, kündigte der 52-jährige Essener am Donnerstag in Düsseldorf an. Zwei Jahre vor der Landtagswahl sei es sinnvoll, Partei- und Fraktionsvorsitz wieder in eine Hand zu legen, so Kutschaty. Damit würden die Chancen der SPD in kommenden Wahlkämpfen gestärkt.

Tatsächlich stehen bei der SPD nun zunächst zwei Kandidaten parat. Denn auch der aktuelle Landesparteichef Sebastian Hartmann hatte angekündigt, erneut für eine Kandidatur für den Vorsitz des mitgliederstärksten SPD-Landesverbands bereitzustehen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete ist seit 2018 Landesparteichef – und ist innerhalb der NRW-SPD wegen mangelnder Präsenz und verlorener Wahlkämpfe umstritten.

„Ich freue mich sehr“, sagt Markus Weske

Der Düsseldorfer SPD-Landtagsabgeordnete Markus Weske freut sich sehr, dass sein Fraktionschef nun seine Kandidatur angekündigt hat: „Fraktionschef und Landesvorsitz in einer Person, das passt.“ Er ist für Kutschaty, darf aber beim Parteitag nicht abstimmen, da er kein Delegierter ist. Dass es mehrere Bewerber für den NRW-Vorsitz gibt, findet Weske nicht schlimm: „Als es um die Nachfolge von Heinz Kühn ging, hatte die SPD mit Johannes Rau, Dieter Posser und Friedhelm Farthmann drei Kandidaten.“

„Wir müssen zurück zur Kooperation“

Der Düsseldorfer SPD-Vorsitzende Andreas Rimkus wünscht sich für die SPD vor allem nur eins: Endlich wieder Ruhe in der Partei. „Wenn zwei Züge aufeinander zurasen wird die Partei geschwächt“, sagte Rimkus unserer Redaktion. „Wir müssen zurück zur Kooperation.“ Er hoffe, dass dieser Zustand die Partei bis zum Parteitag im November in Münster nicht paralysiert. Denn, so Rimkus mit Verweis auf sein Lebensmotto: „Wir sind nur gemeinsam stark.“ (gömi)

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