Gericht

Tod durch Ballon im Magen?

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43-Jähriger erlitt Magenriss und starb nach Komplikationen. Witwe will 200 000 Euro Schmerzensgeld.

Der Patient wollte abnehmen und ließ sich dafür einen Magenballon legen. Doch es folgte eine schlimme Leidensgeschichte mit Komplikationen und einem Riss des Magens. Am Ende starb der Mann im Alter von nur 43 Jahren. Die Ehefrau hat nun die Klinik verklagt, will 200 000 Euro Schmerzensgeld und eine Unterhaltsrente für den heute elfjährigen Sohn. Derzeit verhandelt das Landgericht über den Fall.

Der Mann wog bei einer Größe von 1,80 Metern 130 Kilo. Von einem Ballon, der im Magen für ein Füllgefühl sorgt, erhoffte er sich, effektiv abzunehmen. Einen ersten Ballon ließ er sich im Februar 2004 legen. Danach erlitt er eine Lungenembolie und musste Medikamente zur Blutverdünnung nehmen. Im August 2004 wurde der erste Ballon entfernt, ein größerer eingesetzt, Volumen: 750 Milliliter.

Danach kam es zum Erbrechen und dann zu einem Magenriss. Die Ärzte mussten den Patienten mehrfach operieren, schließlich den Magen ganz entfernen. Dazu erlitt der Mann einen massiven Gehirnschaden, starb im Dezember 2004.

Das Landgericht muss klären, ob die Ärzte Fehler machten. Ein Sachverständiger hatte zunächst bestätigt, dass der zweite Ballon falsch eingesetzt wurde. Über die Folgen konnte er aber keine eindeutige Aussage machen, daher ist ein weiteres Gutachten nötig. kati

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