Grand Départ

Tolle Düsseldorf-Werbung in 190 Länder gesendet

Florian Naß kommentiert für die ARD die Übertragung der Tour de France.

Florian Naß kommentiert für die ARD die Übertragung der Tour de France.

Foto: oH

Düsseldorf.   Beeindruckende Fernseh-Bilder von der Tour den France und aus unserer Stadt mit vielen Hintergrund-Infos von ARD-Moderator Naß.

Die Fernseh-Berichterstattung über den Grand Départ war eine tolle Werbung für Düsseldorf. Bei den Übertragungen am Samstag und Sonntag in mehr als 190 Länder wurde Düsseldorf als radsportbegeisterte Stadt, weltoffene und bunte Metropole präsentiert.

Der Regen am Samstag trübte aber die Live-Übertragung der ersten Etappe. So erlebte der Zuschauer die Landeshaupstadt Grau in Grau. Die Luftbildaufnahmen zeigten nebelige Suppe. Regen platschte an die Scheiben des Fliegers, aus dem die Luftbild-Aufnahmen übertragen wurde, die Kameralinsen am Boden waren ebenfalls mit Regentropfen bedeckt. Wegen der Witterung kam es immer wieder mal zu Bildaussetzern. Dazu dazu wurde die Übertragung wegen der Trauerfeier für Helmut Kohl vorzeitig beendet und in die 3. Programme von WDR, HR und SR verbannt.

ARD-Moderator brachte viele Infos über Düsseldorf

Entschädigung aber bot ARD-Moderator Florian Naß mit den Wortbeiträgen. Viel über Düsseldorf wurde während der ersten Etappe berichtet. „Es gibt etwas, was diese Stadt zu etwas ganz besonderem macht“, heiß es zum Beispiel. Gemeint war die Büdchen-Kultur, immerhin gibt es rund 600 Kioske in der Stadt. Und dann gab es eine Live-Schalte zum Fortuna-Büdchen. Auch die Kultur der Brauhäuser und Köbesse („Kellner mit Unterhaltungsfaktor“) wurde erläutert und Werbung gemacht für die größte Kirmes am Rhein und das Schützenwesen in unserer Stadt. Auch Geschichtliches wurde präsentiert, zum Beispiel ein Einspieler aus 1976, der die Verschiebung der Oberkasseler Brücke zeigte. Apropos Brücke: Das ein Düsseldorfer nie Rheinkniebrücke sagt sondern sich auf Kniebrücke eingeschossen hat, wurde betonte Nass auch.

Düsseldorf – die Stadt mit den zwei Seiten

Am Sonntag gab es aufgrund der trockenen Witterung bessere Fernseh-Bilder. Schon vor dem offiziellen Start war die ARD ab 12 Uhr live auf Sendung. Diesmal wirkten die Hubschrauber-Bilder, die unsere Stadt immer wieder in einer tollen Vogelperspektive zeigte, wie aus einem Werbeprospekt. Und wieder gab es vom Moderator interessante Infos: Düsseldorf habe zwei Seiten, das dörflich, gemütliche, wie es der Name schon sage, auf der anderen Seite die Wirtschaftsmetropole. Außerdem wurde bei der Berg-Etappe am Grafenberg darauf hingewiesen, dass dieser Höhenzug ebenso wie die Rennbahn und die Landesklinik eben nicht in Grafenberg liegen sondern im Stadtteil Ludenberg.

Tolle Einspieler gab es auch von Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke, die von den Verantwortlichen des französischen Fernsehens in die weltweite Übertragung eingebaut wurden: So war vier Minuten nach dem Start bereits Schloss Benrath mit dem Hinweis „Château de Benrath“ zu sehen – da führte die Tour zwar nicht vorbei, doch die Bilder waren wunderschön anzuschauen. Viele Infos gab es auch zu den Nachbarstädten. Für Erkrath wurde hingewiesen, dass von hier mit Heiner Baltes, den Allofs-Brüdern oder Weltmeister-Torwart Toni Tureck bekannte Fußballer herkommen und die Stadt wegen des Neandertales auf historischem liegt. Klasse auch der Einspieler über die ausgelassene Feierstimmung nach der ersten Etappe am Samstag in der Altstadt.

Penetrante Werbung für eine französische Supermarkt-Kette

Bei diesen Fernsehbildern, über die sich Düsseldorf Tourismus freuen wird, kann man kleinere Fehler vergessen. Die teils penetrante Werbung für eine französische Supermarkt-Kette, deren Werbetafeln entlang der Strecke immer wieder ins Bild rutschten. Oder wenn zu Hubschrauber-Bildern aus Mörsenbroich „Niederkassel“ eingeblendet wird.

Fazit: Die Übertragungen aus Düsseldorf haben Spaß gemacht. Auch denen, die eigentlich nicht so an Radsport interessiert sind.

Der Tour-Auftakt in Düsseldorf in der Chronik:

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