Flüchtlinge

Tuberkulose-Verdacht bei Flüchtling in Düsseldorf bestätigt

Symbolbild: Bei einem Flüchtling in Düsseldorf wurde Tuberkulose nachgewiesen.

Symbolbild: Bei einem Flüchtling in Düsseldorf wurde Tuberkulose nachgewiesen.

Foto: Archiv/dpa

Düsseldorf.   Ein 30-jähriger Flüchtling aus Algerien ist in Düsseldorf an Tuberkulose erkrankt. Laut Stadt sei aktuell jedoch deshalb keine "Gefahr im Verzug".

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Bei einem 30-jährigen Flüchtling aus Algerien, der seit Anfang September in Düsseldorf lebt, wurde jetzt Tuberkulose nachgewiesen. Untersuchungen an der Uniklinik Düsseldorf haben den Verdacht am Freitag bestätigt, teilte die Stadt mit. Akute Schutzmaßnahmen seien derzeit nicht nötig, hieß es weiter. Es seien sechs Personen ermittelt worden, die engeren Kontakt zu dem Algerier hatten. Sie müssten nun ebenfalls ärztlich untersucht werden.

Von den Kontaktpersonen gehen derzeit keine weitere Ansteckungsgefahr aus, sagte ein Sprecher der Stadt. Die könne sich erst nach einigen Monaten ergeben. Der Algerier sei auf einer Isolierstation und wird nun gegen die bakterielle Infektion behandelt.

Erster Fall von Tuberkulose bei einem Flüchtling in Düsseldorf

Der Flüchtling war seit dem 3. September in Düsseldorf registriert und lebte in der Erstaufnahmeeinrichtung in der Rather Straße. Zu den Personen, die nun ebenfalls auf Tuberkulose-Bakterien untersucht werden müssten, gehören auch zwei seiner Mitbewohner. n der Flüchtlingsunterkunft in Rath leben laut Stadt aktuell etwa 300 Menschen. Sie sind in Zelten untergebracht, die in Kojen mit je drei Betten unterteilt sind, erklärte der Stadtsprecher.

Laut Stadt sei dies der erste Fall von Tuberkulose eines Flüchtlings in Düsseldorf in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr seien stadtweit insgesamt 50 Fälle gemeldet worden.

Tuberkulose ist eine chronische Infektionskrankheit. Meist steckt man sich über das Einatmen von infiziertem Speichel an. Die Tuberkulose betrifft in erster Linie die Lunge. Von dort aus kann sich die Infektion über die Blutbahn auch auf andere Organe im Körper ausbreiten. In Deutschland werden laut Robert-Koch-Institut pro Jahr etwa 4000 bis 4500 Neuerkrankungen registriert. Zu den Symptomen gehören über mehrere Wochen andauernder Husten mit Auswurf, Nachtschweiß, Fieber und Gewichtsabnahme. (dae/WE)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (33) Kommentar schreiben