Videoüberwachung

Überwachungskameras in Düsseldorf liefern unscharfe Bilder

Auf der Bolkerstraße in der Düsseldorfer Altstadt wacht die Polizei mit Videokameras. Doch die Bilder sind der Polizei nicht scharf genug.

Auf der Bolkerstraße in der Düsseldorfer Altstadt wacht die Polizei mit Videokameras. Doch die Bilder sind der Polizei nicht scharf genug.

Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool

Düsseldorf.   Die Düsseldorfer Polizei sieht unscharf - zumindest auf ihren Monitoren. Denn mit der Videoüberwachung in der Altstadt hapert es. Die Kameras laufen zwar, aber ihre Bilder sind der Polizei nicht scharf genug. Die Geräte müssen möglicherweise ausgetauscht werden.

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Der frühere Polizeipräsident Herbert Schenkelberg hatte entschieden, die Videoüberwachung auf die gesamte Bolkerstraße in der Altstadt auszudehnen. Dafür bekam er mit Ausnahme der Liberalen auch die volle Rückendeckung aus der Politik. Das war vor fast eineinhalb Jahren. Doch bis heute sind die neuen Anlagen nicht offiziell präsentiert worden.

Einen Termin dafür wird es demnächst auch nicht geben. Und zwar aus einem simplen Grund: Die Kameras laufen zwar, und zwar täglich von 15 Uhr nachmittags bis morgens ums sechs Uhr früh. Aber die Bilder sind nicht scharf genug. Das ist fast wie in einem schlechten Film.

Im Präsidium drückt man sich noch zurückhaltend zu dieser Pannenserie aus: „Zur Zeit sind die technischen Möglichkeiten nicht befriedigend“, sagt Polizeisprecher Andreas Czogalla. Die Herstellerfirma muss wieder nachbessern - mit einer veränderten Software, vielleicht auch mit neuen Kameras.

Kameras mussten schon mal ersetzt werden

Das wäre nicht das erste Mal. Als die bereits bestehenden vier Videokameras rund um den Bolker Stern ausgetauscht wurden, mussten sie nach einer sechsmonatigen Testphase wieder ersetzt werden. Der Grund: Die Bildqualität war zwar gut, aber die Anforderungen an den Datenschutz wurden nicht erfüllt, weil Personen nicht ausreichend gepixelt wurden, die Geschäfte betraten oder am Hauseingang oder Fenstern standen.

Darauf wurde vor wenigen Monaten ein neues Modell installiert. Auch der zusätzliche Standort in Höhe Mertensgasse konnte endlich mit einer Kamera ausgestattet werden, so dass es möglich sein sollte, die Mertensgasse und den zweiten Bereich der Bolkerstraße (Richtung Rathaus) auf den Monitoren in der Altstadt-Wache im Blick zu haben

400 Körperverletzungs-Delikte jährlich auf der Bolkerstraße

Mit dem Datenschutz ist inzwischen alles Okay. Die vorgegebenen Ausblendungen persönlichkeitsrelevanter Bereiche funktionieren. Aber nun hapert es mit der Bildqualität. Also zurück auf Los.

Die Bolkerstraße in der Düsseldorfer Altstadt ist der einzige öffentliche Straßenraum, wo die Polizei Videokameras aufstellen darf, weil die Vergnügungsmeile als Kriminalitätsbrennpunkt gilt. Rund 400 Körperverletzungsdelikte registriert die Polizei jährlich rund um die Bolkerstraße. Eine Videokontrolle macht dort gerade deshalb Sinn, weil nach einem auf den Bildschirmen festgestellten Vorfall die Beamten der Altstadt-Wache innerhalb von 40 Sekunden am Ort des Geschehens sein können, um eine weitere Eskalation der Situation zu verhindern. Oft geht es dabei um Streitereien zwischen Angetrunkenen auf der Partymeile, manchmal auch um Prügeleien zwischen Hooligans vor und nach Fußballspielen.

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