Schumann-Haus

Umbau des Düsseldorfer Schumann-Hauses wird teurer

Eine Gedenktafel mit der Aufschrift "In diesem Haus wohnten Robert u. Clara Schumann vom 1. September 1852 bis 4. März 1854" hängt an der Fassade des Schumann-Hauses. Das historische Schumann-Haus in der Düsseldorfer Altstadt wird in weiten Teilen zu einem Museum ausgebaut. Nun steigen die Kosten

Eine Gedenktafel mit der Aufschrift "In diesem Haus wohnten Robert u. Clara Schumann vom 1. September 1852 bis 4. März 1854" hängt an der Fassade des Schumann-Hauses. Das historische Schumann-Haus in der Düsseldorfer Altstadt wird in weiten Teilen zu einem Museum ausgebaut. Nun steigen die Kosten

Foto: Horst Ossinger / dpa

Düsseldorf.  Die Kosten für das geplante Museum in Düsseldorf erhöhen sich um um 870.000 Euro.

An der Bilker Straße 15 soll ein lebendiger Erinnerungsort an das Musiker-Ehepaar Clara und Robert Schumann entstehen: das Schumann-Haus. Hierfür wird das ehemalige Wohnhaus der Familie aufwändig saniert und erweitert. Im Oktober 2019 starteten die ersten Arbeiten, das Museum soll im Oktober 2021 eröffnen. Nun wird ein Änderungsbeschluss für den Kultur- und den Bauausschuss eingebracht: Die Kosten für die Instandsetzung und den Umbau des Museums erhöhen sich um 870.000 Euro.

Funde erschwerten Arbeiten

Grund für die Mehrkosten sind unter anderem die Herstellung eines neuen Haus- und Elektroanschlusses, die Erweiterungen bei der Brandmeldeanlage mit den dazugehörigen Leitungsführungen und die Konkretisierung der Planungen hinsichtlich der elektronischen Sicherungsanlagen. „Des Weiteren waren die Erdarbeiten aufwändiger als angenommen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. „So führten zwei archäologische Funde dazu, dass aufwändige Handschachtungen durchgeführt werden mussten.“ Zudem lagen die Angebotspreise für die technischen Gewerke Sanitär und Heizung deutlich höher als zuvor prognostiziert. In Hinblick auf die zeitweise sehr heißen Sommertage werden die Museumsflächen nun auch mit einer Kühlung ausgestattet.

Den Mehrkosten von 870.000 Euro stehen Drittmittel in Höhe von insgesamt 470.000 Euro gegenüber. Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege bezuschusst das Projekt mit einer Summe von 370.000 Euro. Zudem fördert die Ilselore-Luckow-Stiftung die Sanierung und den Umbau des historischen Gebäudes mit 100.000 Euro.

Gesamtkosten jetzt bei 3,6 Millionen

Die Gesamtkosten für die Sanierung des Hauses (exklusive der Ausstellungseinrichtung) belaufen sich auf etwa 3,6 Millionen Euro. Die Kosten für die museale Ausstattung in Höhe von 728.000 Euro werden komplett vom Förderverein Schumann-Haus Düsseldorf übernommen.

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