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Diskussion über Straßennamen: Umstände betrachten

Kommentarfoto Pascal Conrad - NRZ

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Foto: Tobias Kaluza

Personen müssen im Kontext ihrer Zeit bewertet werden. Verbrechen gegen die Menschlichkeit sollten Ehrungen aber kompromisslos ausschließen.

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Wiegt der persönliche Umgang mit Altnazis schwerer als die kulturelle und intellektuelle Leistung einer Person? – Bei Joseph Beuys geht es um seine unkritische Haltung gegenüber seiner eigenen Vergangenheit. Es wäre dennoch überraschend und unverständlich, wenn das entsprechende Ufer einen neuen Namen bekäme. Trotzdem stellt sich die Kommission bei allen Personen diese eine Frage: Wie schwer ist das Vergehen im Vergleich zur Lebensleistung?

Dieses Vorgehen ist richtig, der vorsichtige – nicht nachsichtige –Umgang von allen Fraktionen und Parteien geschätzt. Menschen handeln immer im Rahmen ihrer Zeit, ihrer Umstände. Das kann dann ganz praktische Gründe haben, schlicht, um zu überleben – das ist kein Vergehen. Die Straftaten der Kolonialzeit hingegen wurden lange Zeit ignoriert, das sollte der Stadtrat ab Januar besser machen. Völkermord-Verbrecher – ob Nazi oder Kolonialist – dürfen nicht geehrt werden!

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