Streik

Verdi plant Demo für Streikende der Uni-Klinik Düsseldorf

Die Situation beim Düsseldorfer Uni-Klinik-Streik ist zugespitzt. Eine Einigung der Streitparteien ist vorerst nicht in Sicht.

Die Situation beim Düsseldorfer Uni-Klinik-Streik ist zugespitzt. Eine Einigung der Streitparteien ist vorerst nicht in Sicht.

Foto: Roland Weihrauch

Düsseldorf.   Der seit Wochen andauernde Konflikt zwischen der Uni-Klinik und Beschäftigten erreicht am Donnerstag mit einer Demo einen weiteren Höhepunkt.

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Für Donnerstag, 23. August, lädt die Gewerkschaft Verdi in Düssledorf ein, Solidarität für und mit den Streikenden der Unikliniken zu zeigen. Dazu bereitet Verdi eine „Abenddemo“ vor, die um 16 Uhr am Moorenplatz startet und mit einer Kundgebung in der Altstadt endet.

Bürger sollen Solidarität bekunden

„Viele Bürger und Beschäftigte aus Betrieben und Dienststellen erklären immer wieder ihre Solidarität mit den Streikenden. Jetzt gibt es die Möglichkeit persönlich mit und für die Streikenden Flagge zu zeigen“, erläutert Stephanie Peifer, Geschäftsführerin vom Verdi-Bezirk Düssel-Rhein-Wupper und von Beruf selbst Krankenschwester. „Die Beschäftigten der Unikliniken wollen die Patienten gut und sicher versorgen ohne selbst krank zu werden. Gibt es etwas Vernünftigeres als diese Forderung?“, gibt die Geschäftsführerin zu bedenken. Tarifvertraglich Entlastung im Krankenhaus verbindlich festzuschreiben sei überfällig. Die Gewerkschafterin hebt außerdem hervor, dass auch die Tochterfirmen der Unikliniken endlich einen Tarifvertrag und gesicherte Arbeitsverhältnisse erhalten müssen.

Für die medial geäußerten Mutmaßungen und den Appell den Streik niederzulegen von den Düsseldorfer Bundestagsabgeordneten Sylvia Pantel und Thomas Jarzombek hat Stephanie Peifer kein Verständnis. „Ich lade die Politikerinnen und Politiker der CDU ein mit den Streikenden das Gespräch zu suchen und sich zu informieren. Das würde der Wichtigkeit des Konfliktes gerecht und Lösungen den Weg bereiten.“

Gespräche werden nach Vermittlung der Landesregierung fortgesetzt

Unterdessen haben sich in einem Gespräch mit Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die Universitätskliniken Düsseldorf und Essen, des Arbeitgeberverbandes und der Gewerkschaft Verdi auf weitere Gespräche geeinigt. Man habe sich darauf verständigt, eine verlässliche und rechtssichere Vereinbarung zwischen Tarifvertrag und Dienstvereinbarung zu treffen, um insbesondere das Pflegepersonal zu entlasten und den Konflikt zu beenden, hieß es. Um eine solche Vereinbarung zu erarbeiten, werden eine oder zwei unabhängige Personen in dieser Auseinandersetzung als Schlichter benannt, die gemeinsam mit den Konfliktparteien einen entsprechenden Lösungsvorschlag entwickeln oder einen eigenen Vorschlag unterbreiten werden.

In einem zweiten Schritt sollen anschließend die inhaltlichen Sachthemen weiter bearbeitet und gelöst werden. Grundlage hierfür sind der Tarifvertrag Baden-Württemberg sowie weitere Unterlagen, die die Parteien bisher in die Verhandlungen eingebracht haben.

Keine Streiks während der Schlichtung

Während der dreitägigen Schlichtung wollen die Konfliktparteien Frieden wahren. (gömi)

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