Müll-Problem

Vermüllte Grünflächen und Gehewege im Stadtteil Wersten

Einige Grünflächen und Gehwege im Düsseldorfer Stadtteil Wersten dienen als Mülleimer und werden nicht regelmäßig gereinigt. Mareike Evers ist sauer und möchte, dass sich etwas ändert.

Einige Grünflächen und Gehwege im Düsseldorfer Stadtteil Wersten dienen als Mülleimer und werden nicht regelmäßig gereinigt. Mareike Evers ist sauer und möchte, dass sich etwas ändert.

Foto: Mareike Evers

Düsseldorf.   Eine verärgerte Anwohnerin klagt über verdreckte Günflächen im Stadtteil und hat jetzt einen Beschwerdebrief an den OB Thomas Geisel geschickt.

Flaschen, Papier oder Tüten: Einige der öffentlichen Grünflächen im Düsseldorfer Stadteil Wersten sind mit Müll und Abfall verdreckt. Die Anwohnerin Mareike Evers ist richtig sauer. Sie hat sich jetzt mit dem Wunsch nach regelmäßiger Reinigung an Oberbürgermeister Thomas Geisel und die Bezirksvertretung gewandt.

Mehr als nur „ein bisschen“ Müll

Mareike Evers spaziert regelmäßig durch den Stadtteil. In den letzten Monaten ist ihr aufgefallen, dass mehr Müll als sonst auf den Straßen liegt. „Wenn ein bisschen Müll da liegt, kann man es ja verstehen. Dann ist es vielleicht einfach aus den Mülltonnen herausgefallen“, sagt Mareike Evers. Doch in letzter Zeit war es nach ihren Angaben wesentlich mehr Müll, als nur „ein bisschen“. Evers weiß aber nicht, wo der ganze Abfall herkommt.

Besonders auffällig sei dies an den Gartenzäunen vor den Häusern und in der Umgebung der Straßen Werstener Feld, Werstener Dorfstraße und Kölner Landstraße. Auf den Grünflächen vor der Feuer- und Rettungswache 7 am Werstener Feld 30 ist die Vermüllung ihrer Meinung nach am stärksten. In Wersten kommen jedoch nur kleine Kehrmaschinen zum Einsatz, die ausschließlich die Gehwege säubern und nicht die Grünflächen.

Beschwerdebreif an OB und Bezirksvertretung

„Zudem sind sämtliche Grünstreifen vermüllt und verkotet! Kleine Kehrmaschinen, die die Bürgersteige reinigen, sind nicht in der Lage die Grünstreifen zu säubern! Es scheint sich aber niemand von der Stadtverwaltung für dieses Müllproblem zu interessieren“, heißt es in dem Brief, den Mareike Evers an die Bezirksvertretung 9 und an Oberbürgermeister Thomas Geisel geschrieben hat.

Vor zwei Jahren ähnliches Problem

Das Problem ist für Mareike Evers aber nichts Neues: „Vor ungefähr eineinhalb bis zwei Jahren hatten wir ein ähnliches Problem.“ Auch damals lag viel Müll auf den Bürgersteigen und Grünflächen. Evers wandte sich zusammen mit ihrer Hausverwaltung an die Stadt. Das Ergebnis: An einem Tag wurden in Wersten die kompletten Grünstreifen vom Müll befreit. „Aber es war leider nur eine einmalige Aktion“, so Evers. „Ein „Dreck-weg-Tag“ wird dieses Problem nicht beheben können“, schreibt sie in ihrem Brief.

Die Anwohnerin hat sich mittlerweile eine eigene Müllzange zugelegt, um den Abfall vor ihrem Grundstück, auf dem Bürgersteig und auf den öffentlichen Grünflächen zu entsorgen.

Wunsch nach regelmäßiger Reinigung

Jetzt hat sie sich wieder mit ihrer Hausverwaltung zusammengetan, und sich an die Stadt gewandt. „Irgendjemand muss dieses Problem angehen“, sagt sie. Evers würde sich wünschen, dass jemand die öffentlichen Grünstreifen in Wersten regelmäßig reinigen würde. Sie empfiehlt OB Thomas Geisel in ihrem Brief süffisant, sich selbst einmal ein Bild von der Lage zu machen: „Als erstes sollten Sie wohl einen längeren Spaziergang durch Wersten auf sich nehmen. Und dabei gezielt nach unten gucken. In der Hoffnung, dass Ihnen dies nicht zu schwer fällt. Wer guckt denn schon gerne nach unten, wenn man doch lieber hoch hinaus möchte. Vielleicht finden sich ja irgendwo noch Rennräder von der Tour de France, dann können Sie auch eine Radtour durch Wersten machen.“

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben