Niedrigwasser

Rheinpegel: Versorgung von Tankstellen bleibt problematisch

Einige Zapfsäulen bleiben weiter leer.

Einige Zapfsäulen bleiben weiter leer.

Foto: Stephan Eickershoff

Düsseldorf.   Das Niedrigwasser am Rhein macht die Düsseldorfer Ölversorgung zur logistischen Mammutaufgabe. Niveau erlaubt weiter keine vollbeladenen Güterschiffe.

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Es keimte Hoffnung bei Düsseldorfer Ölvertrieben auf: Erst die vermehrten Niederschläge, dann der steigende Rheinpegel nach historischem Tief, so dass Tankschiffe wieder mehr Ladung aufnehmen konnten. Doch die Freude hielt nur kurz, denn das Niveau bleibt mit 55 Zentimetern niedrig und erlaubt nach wie vor keine vollbeladenen Güterschiffe auf dem Rhein. „Wir haben die kurze Welle so gut es geht genutzt“, berichtet Stephan Zieger, Geschäftsführer des Bundesverband der freien Tankstellen (BFT): „Aber von einer echten Entlastung sind wir noch weit entfernt.“

Zieger: „Da arbeiten Heerscharen von Logistikern“

Damit muss über Ersatzverkehr der Rohstoffverlust in Teilen kompensiert werden. „Es wird mit der Zeit nicht einfacher“, sagt Zieger mit Blick auf die Logistik-Maschinerie, die seit den Lieferengpässen angerollt ist: „Die Versorgung der Tankstellen und der Verkehr laufen. Es kann aber weiter passieren, dass einzelne Tankstellen geschlossen sind.“ Der BFT-Geschäftsführer hat viel Lob für die Beschäftigten in Ölvertrieben übrig: „Da sitzt eine Heerschar an Disponenten und Logistikern dran, um den Betrieb am Laufen zu halten. Bis zum Tankwagenfahrer auf der Straße wird da eine ganze Menge geleistet.“

Trotzdem kommt es weiterhin zu Engpässen auf Tankstellen. Zuletzt mussten Pächter für einzelne Tage komplett schließen, weil ihnen ohne befüllte Zapfsäulen die Kundschaft ausblieb. Dass es in Zukunft häufiger zu Lieferschwierigkeiten kommt, glaubt Stephan Zieger nicht. Neben der Dürre soll ein Raffinerie-Brand im bayerischen Vohburg die Versorgung gestört haben: „Durch die überraschende Nachfrage dort wurde die Lage deutlicht verschärft. Das haben wir natürlich so nicht erwartet und wird nicht so schnell nochmal vorkommen.“

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