Von alten Baumbeständen und Ehrengrabfeldern auf dem Friedhof Eller

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Im Zuge der Reihe „Führungen in Parkanlagen und Landschaft“ bietet das Gartenamt am morgigen Mittwoch um 15 Uhr eine Führung über den Friedhof Eller an. Sie widmet sich sowohl den botanischen Besonderheiten des Friedhofs als auch seiner Historie, die Exkursion wird von Friedhofsleiter Karl-Heinz Habermehl geleitet. Treffpunkt zum Rundgang ist am Haupteingang der Anlage am Werstener Feld.

Der Friedhof Eller liegt nördlich des südlichen Zubringers zur Autobahn 46 und wird durch die Straße Werstener Feld geteilt. Südlich und östlich des Geländes fließt die Düssel. Entlang eines sehr schönen Spazierweges an der Düssel kann die Anlage begangen werden. Der älteste Teil der mehr als 100 Jahre alten letzten Ruhestätte ist geprägt von einem beachtlichen Baumbestand. Zur Eröffnung wurden nahe dem Eingang sechs Rotbuchen in einem Rondell gepflanzt, von denen noch fünf stattliche Exemplare erhalten sind. In der Nähe des Rondells finden sich auch die Grabstätten der katholischen Pfarrgemeinden St. Maria Rosenkranz, St. Gertrud und St. Michael.

Im älteren Teil des Friedhofs befinden sich indes zwei Ehrengrabfelder, die den Opfern des Zweiten Weltkrieges gewidmet sind. Im kleineren Ehrenfeld, auf Feld 3, fanden in 264 Gräbern Bombenopfer und deutsche Soldaten ihre letzte Ruhestätte. Auf dem Ehrenfeld der russischen Kriegsopfer wurden außer 728 russischen Staatsangehörigen auch 69 polnische, drei estnische und ein kroatisches Kriegsopfer beigesetzt.

Auch mehrere verdiente Bürger der Stadt haben ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof Eller gefunden. So sind die Bürgermeister Josef Stick und Hans Günter Deimel dort bestattet.

Die Führung kostet 2,50 Euro pro Person. Für Kinder bis 14 Jahre ist die Teilnahme kostenlos. Anmeldung beim Gartenamt unter der 89-94800 oder per E Mail an gartenamt@duesseldorf.de anzumelden.

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