Reiches Monheim

Vorzeigekommune kann weiter kräftig investieren

Schöne Sache: Das Wasserbecken im Monheimer Rheinpark.

Schöne Sache: Das Wasserbecken im Monheimer Rheinpark.

Foto: Stadt Monheim

Monheim.   Monheim am Rhein gilt in NRW als Musterstädtchen. Die reiche Kommune kann auch 2019 wieder das Geld mit vollen Händen ausgeben.

Keine Frage: Hier sind wieder jede Menge Investitionen möglich. Zum neunten Mal in Folge plant die Stadtverwaltung auch für das kommende Jahr wieder mit einem Haushaltsplus - diesmal mehr als 3,7 Millionen Euro - abzuschließen. Ordentlichen Erträgen von rund 370 Millionen Euro stehen ordentliche Aufwendungen in Höhe von rund 369 Millionen Euro gegenüber und führen unter Berücksichtigung eines positiven Finanzergebnisses von knapp 3,1 Millionen Euro zu einem Überschuss von 3,7 Euro. Auf die im Rat erfolgte Einbringung des Haushalts durch Kämmerin Sabine Noll und Bürgermeister Daniel Zimmermann folgen in den nächsten Wochen die Haushaltsberatungen in den Fachausschüssen. Die endgültige Beschlussfassung über den Haushaltsplan 2019 ist dann für die Stadtratssitzung am 19. Dezember vorgesehen.

Lebenswerteres Monheim

„Der ausgeglichene Haushaltsplanentwurf 2019 bestätigt einerseits die Erwartungen einer Verfestigung der Gewerbesteuer auf einem Niveau um die jeweils rund 250 Millionen Euro in den nächsten Jahren und ist geprägt von der hohen Steuerkraft vorangegangener Referenzperioden, was zu hohen Zahlungen in die Kreisumlage im Jahr 2019 führt“, erläuterte die Kämmerin.

Laut Haushaltsplan 2019 der Kreisverwaltung Mettmann betrage die Kreisumlage 2019 der Stadt Monheim am Rhein rund 151 Millionen Euro und damit einen Anteil von fast 40 Prozent, den allein die Rheingemeinde zu leisten habe bei insgesamt zehn kreisangehörigen Städten.

Daniel Zimmermann verwies in seiner Rede unter anderem auf die vielen Investitionen für ein noch lebenswerteres Monheim am Rhein. Das seien zum Beispiel 49,7 Millionen Euro für Neu-, Um- und Anbauten an den Schulen. Mit weiteren 25 bis 30 Millionen Euro soll das von der Stadt gekaufte Rathauscenter komplett neu aufgestellt werden. Der Umbau der alten Shell-Halle zur Kulturraffinerie K714 werde derzeit mit 45 Millionen Euro veranschlagt. 33,5 Millionen Euro fließen in den Straßen- und Kanalbau. Die Neugestaltung des Badbereichs im Mona Mare wird bei etwa 29 Millionen Euro liegen. Für das Haus der Hilfsorganisationen stehen 10,4 Millionen Euro bereit. Fertigstellung der neuen Feuerwache, weitere Kitas, neuer Naturrasenplatz im Rheinstadion - das sind nur einige der weiteren Investitionen. „Der Umfang der Maßnahmen ist beträchtlich. Aber ich denke, wir alle gemeinsam freuen uns auf die Umsetzung all dieser Projekte, die das Gesicht von Monheim am Rhein nachhaltig zum Positiven verändern werden“, betonte der Bürgermeister.

Auch in diesem Jahr sind die Monheimer wieder eingeladen, am Haushalt mitzuplanen. Bis zum 20. November haben Interessierte unter www.mitplanen.monheim.de die Möglichkeit, sich über die geplanten Investitionen der Stadt zu informieren, eigene Ideen einzubringen, sämtliche Vorschläge gemeinsam zu diskutieren und darüber abzustimmen. So können die Bürger aktiv Einfluss darauf nehmen, wie sich unsere Stadt weiterentwickeln soll. Beim Abstimmen werden die Teilnehmenden dazu ermuntert, einen erläuternden Kommentar zu hinterlassen. Mit den Abstimmungsergebnissen und Kommentaren werden sich dann auch diesmal wieder die Fachausschüsse des Rats bei ihren Haushaltsberatungen für das kommende Jahr befassen. Damit ist sichergestellt, dass jedes Themengebiet der Online-Beteiligung die ihm gebührende Aufmerksamkeit erhält. Mit 183 Ideen aus der Bürgerschaft, 267 Kommentaren und 2.069 Stimmen hatte die Online-Beteiligung am Haushalt im vergangenen Jahr ein Rekordhoch erreicht. Zimmermann freut sich auch in diesem Jahr auf die Vorschläge und Anregungen aus der Bürgerschaft: „Nutzen Sie die Chance, aktiv an der Gestaltung des Haushalts und somit unserer Stadt mitzuwirken.“

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