Vereinsgründung

Was passiert mit Tieren bei Krankheit der Besitzer?

Gerda Bernhardis und Wendelin suchen Gleichgesinnte.

Gerda Bernhardis und Wendelin suchen Gleichgesinnte.

Foto: Dominik Schneider

Düsseldorf.  Die Düsseldorfer Rentnerin Gerda Bernhardis (73) will einen Verein für Tiere in Not gründen und sucht Gleichgesinnte.

Gerda Bernhardis ist 73 Jahre alt und lebt allein in ihrer Wohnung in Gerresheim, die sie sich mit ihren fünf Meerschweinchen teilt. „Ich habe Sorge, was mit den Tieren geschieht, sollte mir etwas passieren“, gibt die Rentnerin zu.

Deshalb und weil sie glaubt, dass es vielen anderen Menschen ähnlich geht, will Gerda Bernhardis einen Verein gründen. „Nimmst du mein Tier, nehm ich dein Tier“ ist der Arbeitstitel.

Notfall-Versorgung bei längerer Abwesenheit

Es soll darum gehen, im Notfall, aber auch im Urlaub, bei längerer Abwesenheit oder Krankheit, die Tiere der anderen Vereinsmitglieder zu versorgen. „Ich wäre wirklich beruhigt, wenn ich wüsste: Da ist jemand, der sich im Zweifelsfall um eine Meerschweinchen kümmert“, sagt Bernhardis.

„Meine Meerschweinchen sind für mich wie Sozialpartner“

Sie weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig ein Tier als Bezug für alleinstehende Menschen sein kann: Ihre Verwandten wohnen nicht in Düsseldorf, der Kontakt ist unregelmäßig. „Meine Meerschweinchen sind für mich so etwas wie Sozialpartner, aber gleichzeitig helfen sie mir auch, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen“, berichtet Bernhardis die gelegentlich eines der Tiere an einer speziellen Leine zum Spaziergang durch die Nachbarschaft führt.

Sie ist allerdings nicht auf Meerschweinchen beschränkt: In dem Verein, den sie gründen will, sollen auch die Halter von Katzen, Hunden und allen anderen Haus- und Heimtieren willkommen sein.

Hilfe auf Grundlage von Gegenseitigkeit

„Ich wünsche mir, ein paar Nummern in Adressen von Menschen zu haben, die verständigt werden können, wenn es sein muss“, beschreibt die 73-Jährige ihr Anliegen. Natürlich muss sie sich auf die Vereinsmitglieder verlassen können, schließlich vertraue sie ihnen ein Lebewesen an. „Ich suche Menschen, denen es ähnlich geht wie mir, und die aufgeschlossen, zuverlässig und bereit sind, im Falle eines Falles zu helfen – natürlich auf Grundlage der Gegenseitigkeit“, sagt Bernhardis.

Vereinsgründung Menschen, die Interesse haben, gemeinsam mit Gerda Bernhardis den Verein „Nimmst du mein Tier, nehm ich dein Tier“ ins Leben zu rufen, können den Kontakt über unsere Redaktion herstellen lassen: per Mail an lok.duesseldorf@nrz.de mit dem Betreff „Tier“.

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