Stadtrats-Wahl

Knatsch und Generationskonflikt bei der Düsseldorfer CDU

Stefan Golißa will die CDU als „moderne Großstadtpartei“.    

Stefan Golißa will die CDU als „moderne Großstadtpartei“.    

Foto: OH

Düsseldorf.  Weitere Kampfkandidatur für den Stadtrat: Stefan Golißa (41) tritt beim Kreisparteitag gegen die bereits nominierte Anneliese Böcker (80) an.

Die Düsseldorfer Ortsverbände der CDU haben die Nominierungen der Kandidaten, die am 13. September bei den Stadtrats-Wahlen antreten, abgeschlossen. Von ein „paar merkwürdigen Entscheidungen“ dabei spricht Stefan Golißa, Bezirksbürgermeister im Stadtbezirk 5 (Angermund, Stockum, Lohausen, Kaiserswerth, Wittlaer, Kalkum): „Für die Zukunft der CDU Düsseldorf sehe ich diese nicht gerade positiv.“

Fraktion müsse dem Zahn der Zeit gewachsen sein

Daher habe er sich entschlossen, „gegen eine dieser Entscheidungen etwas zu unternehmen“: „Ich werde mich auf dem Kreisparteitag am 29. Februar um ein Mandat im Wahlkreis 7 (Düsseltal Südwest/Flingern West) bewerben.“ Zuvor habe er Ratsfrau Anneliese Böcker (80), die bisherige Wahlkreis-Inhaberin und vor Ort von der CDU nominierte Kandidatin, informiert. Golißa (41) habe Respekt vor ihren Leistungen, aber: „Als Düsseldorfer CDU, die ihre Wähler als moderne Großstadtpartei ansprechen will, ist es mit Blick in die Zukunft allerdings besonders wichtig, eine Ratsfraktion zu stellen, die am Zahn der Zeit den neuen Herausforderungen gewachsen ist.“

Erfahrung rechtfertig kein langjähriges Mandat weiter auszuüben

Und weiter schreibt Golißa mit Blick auf die betagte Ratsfrau Böcker: „Auch wenn man herausragende Verdienste in der Vergangenheit für die CDU errungen hat, ist Erfahrung zwar ein nicht zu unterschätzender Baustein einer Volkspartei, allein rechtfertigt sie aber nicht ein langjährig ausgeübtes Mandat über Gebühr fortzuführen.“ Vielmehr sollte der Weg mit der nachfolgenden Generation zum richtigen Zeitpunkt gemeinsam gegangen werden.

Beim Kreisparteitag am 29. Februar muss sich auch Fraktionschef Rüdiger Gutt einer Kampfkandidatur um einen Wahlkreis stellen.

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