Altbier-Brauerei

Werberat beanstandet Füchschen-Werbung als sexistisch

Die Bild-Kombo zeigt ein neues Werbeplakat einer Düsseldorfer Hausbrauerei (links) und das in die Kritik geratene vorherige (rechts).

Die Bild-Kombo zeigt ein neues Werbeplakat einer Düsseldorfer Hausbrauerei (links) und das in die Kritik geratene vorherige (rechts).

Foto: Oliver Auster / dpa

Düsseldorf.  Der Werberat hat die Düsseldorfer Füchschen-Brauerei nach einer umstrittenen Werbung zum Handeln aufgefordert. Er verzichtet aber auf eine Rüge.

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Der Werberat hat die umstrittene Werbung der Düsseldorfer Altbier-Brauerei „Füchschen“ als sexistisch beanstandet und die Brauerei zum Handeln aufgefordert. Nachdem die Plakate Ende letzter Woche bereits regulär ausgetauscht worden waren, habe die Brauerei daraufhin auch alle Motive auf der Internetseite und in den Social Media-Kanälen gelöscht. „Der Werberat verzichtet daher auf eine öffentliche Rüge“, so eine Sprecherin am Dienstag zur Deutschen Presse-Agentur.

Die kritisierten Plakate mit einer Comic-Füchsin auf einem Grillrost und dem Slogan „Medium rare oder richtig durch nehmen“ hatten bereits mehrere Wochen in Düsseldorf gehangen, bis sie durch einen Brief von 15 Politikerinnen bundesweit Beachtung fanden. Der Werberat hatte sich nach mehreren Beschwerden eingeschaltet und die Brauerei um Stellungnahme gebeten.

Füchschen-Brauerei ist bekannte für provokante Werbung

„Der Werberat hat durchaus gesehen, dass die Füchschen-Figuren und freche Sprüche zur gewohnten Kommunikation der Brauerei gehören“, so die Sprecherin: „Hier war aber die Grenze zur humorvollen Werbung überschritten.“ Das Entscheidungsgremium des Werberats habe das Motiv, das Frauen als Sexualobjekt degradiere, als eindeutig sexistisch angesehen.„Füchschen“-Chef Peter König hatte sich gegen die Kritik gewehrt.

Da die umstrittenen Plakate seit vergangener Woche turnusmäßig ohnehin ausgetauscht werden, hatte er die Sache als erledigt angesehen. Allerdings, so der Werberat, sei das Motiv weiterhin unter anderem auf den Social Media-Kanälen des Unternehmens zu sehen gewesen. Die Brauerei habe auf Nachfrage aber auch dort alles gelöscht und sich „sehr kooperativ verhalten“, so die Sprecherin: „Alles hat ein gutes Ende genommen.“ (dpa)

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