Großer Test

Wie fahrradfreundlich ist Düsseldorf?

Lerke Tyra, stellvertretende Vorsitzende ADFC Düsseldorf, hofft, dass viele Menschen, die wegen Corona aufs Rad gekommen sind weiterhin Radfahren werden.

Lerke Tyra, stellvertretende Vorsitzende ADFC Düsseldorf, hofft, dass viele Menschen, die wegen Corona aufs Rad gekommen sind weiterhin Radfahren werden.

Foto: ADFC Düsseldorf

Düsseldorf.  Bürger können am ADFC-Fahrradklima-Test online teilnehmen. Club hofft auf eine Verbesserung in der Stadt.

Seit dem 1. September läuft die Umfrage zum großen ADFC-Fahrradklima-Test 2020. Der Fahrradclub ADFC ruft gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium wieder hunderttausende Radfahrer dazu auf, die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten. Dabei geht es auch um die Fahrradfreundlichkeit von Düsseldorf. Der Test hilft, Stärken und Schwächen der Rad­verkehrsförderung zu erkennen.

In diesem Jahr ist das Radfahren in Zeiten von Corona das Schwerpunktthema. Lerke Tyra, stellvertretende Vorsitzende des ADFC Düsseldorf erklärt: „Corona hat viele Menschen zum Radfahren gebracht, die das noch nie oder schon lange nicht mehr gemacht haben. Wir sollten jetzt alles daran setzen, diese Neuaufsteiger auf dem Rad zu halten und ihnen dafür einladende und sichere Infrastruktur anzubieten.“ Der Fahrradklima-Test solle zeigen, wie gut das schon in Düsseldorf gelinge.

Angebot für Radverkehr verbessert

Laut ADFC hat sich das Angebot für den Radverkehr zwar in den letzten Jahren in Düsseldorf schon verbessert. „Radwege sind ausgebaut worden und neue Radabstellanlagen sind angelegt worden“, erklärt Lerke Tyra. „Jetzt geht es um die Frage: Kommen die Verbesserungen bei den Radfahrenden an? Was läuft schon gut – was kann noch besser werden?“ Daher wünscht sie sich von den Düsseldorfern sich ein paar Minuten Zeit für die Befragung auf www.fahrradklima-test.adfc.de zu nehmen.

Vor zwei Jahren schnitt die Landeshauptstadt mit der Note 4,2 auf Platz 9 bei der Städten mit mehr als 500.000 Einwohner ab. Köln war mit der Note 4,38 noch schlechter und landete auf dem letzten 14. Platz; deutlich besser – wenn auch immer noch verbesserungswürdig - waren Bremen (Platz 1, Note 3,55), Hannover (2 / 3,77) oder Leipzig (3 / 3,85). „Wir sind sehr gespannt, ob sich die Note und die Platzierung für Düsseldorf verbessert“, so Tyra.

Bei der Online-Umfrage werden 27 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt – beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren auch für Neuaufsteiger sicher anfühlt. Mehr als 170.000 Bürger haben 2018 mitgemacht und die Situation in über 600 Städten beurteilt.

Bislang 1328 Bürger beteiligt

Die Umfrage dieses Jahr startete am 1. September und endet am 30. November. Bis lang haben 1328 Düsseldorf und mehr als 100.000 Menschen bundesweit (Stand 13.10.20) an die über die Internetseite www.fahrradklima-test.adfc.de zu findende Umfrage teilgenommen.

Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2021 präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet in diesem Jahr zum neunten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den ADFC-Fahrradklima-Test 2020 aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP). (KG)

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