Feuerwehreinsatz

Wieder Großbrand in alter Papierfabrik Hermes im Düsseldorfer Hafen

Allein im April musste die Feuerwehr bislang fünf Mal zur leer stehenden Papierfabrik Hermes ausrücken. Das Unternehmen war 2008 in die Insolvenz gegangen.

Allein im April musste die Feuerwehr bislang fünf Mal zur leer stehenden Papierfabrik Hermes ausrücken. Das Unternehmen war 2008 in die Insolvenz gegangen.

Foto: Sergej Lepke

Düsseldorf.  Die Brandserie in der ehemaligen Papierfabrik Hermes reißt nicht ab: Mittwochabend brach dort zum fünften Mal innerhalb dieses Monats ein Feuer aus. Es brannte der Dachstuhl des Hauptgebäudes. Wegen massiver Rauchentwicklung sollten Anwohner zwischenzeitlich Fenster und Türen geschlossen halten.

Dichter schwarzer Qualm stand am Mittwochabend über dem Düsseldorfer Hafen. Wieder einmal muss man schon sagen. Denn erneut brannte es im leer stehenden Hauptgebäude der Papierfabrik Hermes. Für die Düsseldorfer Feuerwehr war es Einsatz Nummer fünf in diesem Monat in dem alten Industriebau, in dem häufig Obdachlose nächtigen.

Gegen 19 Uhr entdeckten Passanten, dass Flammen aus dem alten Bau an der Fringsstraße schlagen und riefen die Feuerwehr. Bereits auf der Anfahrt zum Einsatzort sahen die Wehrleute eine dichte Rauchsäule über dem Fabrikgebäude stehen, als sie kurze Zeit später eintrafen, stand der Dachstuhl bereits komplett in Flammen.

Feuerwehr warnte Anwohner per Radio und Facebook

Da der Rauch sich im Hafen, Unterbilk und weiter in Richtung Innenstadt beziehungsweise Altstadt auszubreiten drohte, wurden die Bewohner per über das Lokalradio und die Facebookseite der Feuerwehr Düsseldorf aufgefordert, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten. Knapp 45 Minuten später konnte diese Warnung wieder aufgehoben werden.

Mit einem Löschangriff über drei Drehleitern und mit drei Strahlrohren im Inneren des Gebäudes gelang es den Einsatzkräften dann relativ zügig, die Flammen unter Kontrolle zu bringen und so die Rauchentwicklung zu minimieren, so Feuerwehrsprecher Hans Jochen Hermes. Bis 22 Uhr waren die bis zu 60 Feuerwehrleute aber dennoch mit den Löscharbeiten beschäftigt. Gegen Mitternacht rückte erneut ein Löschtrupp aus, um auch die letzten Glutnester zu löschen. Für etwaige andere Einsätze im Stadtgebiet besetzten Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr in der heißen Einsatzphase die leeren Feuerwachen.

Verletzt wurde bei dem Dachstuhlbrand niemand. Über die Schadenhöhe kann noch nichts gesagt werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben