Stadtentwicklung

Wiescheider Bürger plädieren für alternative Verkehrsführung

Der Wunschentwurf der Anwohner: Durch den Anschluss an die Elberfelder Straße soll es in der Heidackerstraße ruhiger werden. Skizze: Stadt Langenfeld

Der Wunschentwurf der Anwohner: Durch den Anschluss an die Elberfelder Straße soll es in der Heidackerstraße ruhiger werden. Skizze: Stadt Langenfeld

Anwohner wünschen sich, dass das neue Wohngebiet an der Elberfelder Straße an die B229 angeschlossen wird. Doch das könnte schwierig werden.

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Der Bürgerwille ist eindeutig: Das neue Wohngebiet, das an der Elberfelder Straße in Wiescheid entstehen wird, soll über die Bundesstraße B229 erschlossen werden und nicht über die Heidackerstraße. Das äußerten mehrere Anlieger, die am Donnerstagabend zur Anhörung in den Bürgersaal des Rathauses gekommen waren. Die Heidackerstraße sei durch den Verkehr schon genug belastet. Man müsse auch auf die Sicherheit der Schulkinder achten.

Auf einem Gebiet von 1,8 Hektar zwischen Heidacker- und Elberfelder Straße sowie dem Gravenberger Weg sollen laut Stadtverwaltung 25 bis 30 Wohneinheiten entstehen, meist Einzel- oder Doppelhäuser, vielleicht auch Dreifach-Häuser, nicht höher als zweigeschossig. Zur Elberfelder Straße hin ist eine Mehrfamilienbebauung geplant, dazu ein Kinderspielplatz für die Jüngsten, ein so genannter Quartiersplatz und entsprechende Parkmöglichkeiten für mindestens 50 bis 60 Autos. Derzeit befinden sich auf dem Gelände leerstehende Gewerbehallen eines ehemaligen metallverarbeitenden Betriebes und Büros.

Es gibt drei Bebauungsvarianten

Die städtischen Planer stellten in der Versammlung drei gefällige Varianten zur Bebauung vor. Zwei davon zeigten eine Anbindung über die Heidackerstraße. Weil, so Planungsamtschef Stephan Anhalt, eine Zufahrt über die stark befahrene B229 eine Einigung mit der zuständigen Landesbehörde Straßen NRW voraussetze. „Das wird nicht einfach. Wenn die Erschließung über eine Gemeindestraße möglich ist, hat diese in der Regel Vorrang“, räumte der Fachmann ein.

Diese Lösung sei bürgerfeindlich und sogar gefährlich, äußerte ein Wiescheider. Und er hoffe nicht, dass der Rat so entscheide, nur um den Kampf mit Straßen-NRW zu umgehen. Klar war auch, dass das neue Wohngebiet eine vernünftige Verkehrsregelung mit sich bringen muss. Schon heute sei das Abbiegen auf die B229 in Richtung Langenfeld und Richtung Solingen zu den Stoßzeiten fast unmöglich, klagten mehrere Bürger. Die Wagenkolonne staue sich mitunter von der Autobahnauffahrt A3 bis nach Wiescheid zurück.

Der Bauträger entscheidet über das Projekt

Da letztlich der Bauträger über das Projekt entscheidet, befürchteten einige Anwohner die Zahl der Wohneinheiten sei eventuell etwas niedrig gegriffen. „Wie viel Leute und Autos am Ende dazu kommen, wissen wir nicht“, äußerte einer.

Sollte die Zufahrt für das neue Wohngebiet über die B229 erfolgen, wäre das ziemlich genau gegenüber dem Mainauweg. Die Wohnhäuser wären über zwei Sackgassen zu erreichen. Eine Dame regte zur Entzerrung des Verkehrs einen Kreisverkehr auf der Bundesstraße an. Ein anderer forderte auf jeden Fall eine Ampel.

Die beiden anderen von der Verwaltung vorgelegten Varianten zeigen Zufahrten über die Heidackerstraße an, von denen die eine entweder L-förmig in zwei Stichwege mündet und die andere eine Durchfahrt zum Gravenberger Weg ermöglicht. Die verschiedenen Varianten zeichnen sich durch viel Grün aus.

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