Verkehr

Wo sich Verkehrsunfälle 2017 in Düsseldorf häuften

Symbolbild. In den "Top Ten" der örtlichen Unfallschwerpunkte in Düsseldorf gab es 2017 auch auffallende Veränderungen.

Symbolbild. In den "Top Ten" der örtlichen Unfallschwerpunkte in Düsseldorf gab es 2017 auch auffallende Veränderungen.

Foto: Robert Schlesinger

Düsseldorf.   Fast 29.800 Verkehrsunfälle hat die Polizei im Jahr 2017 in Düsseldorf registriert. An manchen Stellen in der Stadt kracht es besonders oft.

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Aus Sicht von Verkehrsspychologen ist der Straßenverkehr "ein fehlertolerantes System" - angesichts der Enge auf den Straßen, hält sich die Zahl der Unfälle doch deutlich in Grenzen. In Düsseldorf waren das im Jahr 2017 in der Stadt ingesamt knapp 29.800 Verkehrsunfälle. An einigen Stellen krachte es besonders häufig.

Allen voran lag 2017 der "Nordstern" am Rande Lohausens, wo sich B8 und A44 kreuzen: Mit 197 Verkehrsunfällen wurden dort sogar 50 Unfälle mehr registriert, als im Jahr 2016, wo der Nordstern - dessen Name Google Maps übrigens nicht kennt - ebenfalls auf Platz 1 in den "Top Ten" örtlicher Unfallschwerpunkte lag. 2015 hatten dort 120 Verkehrsunfälle zu Polizeieinsätzen geführt - das reichte für Platz 3 in der Rangliste.

Vier Dauer-Unfallschwerpunkte in der Stadt

Was auffällt: An der Spitze der Unfallschwerpunkte in der Stadt gibt es allenfalls minimale Verschiebungen. Nordstern, Mörsenbroicher Ei, Worringer Platz und die Groß-Kreuzung am Nordfriedhof zwischen Kennedydamm und Danziger Straße sind in Düsseldorf die Stellen, an denen es in jedem Jahr am meisten kracht. Wenn man die Zahlen jedoch ins Verhältnis zum gemessenen Verkehr setzt, kommt es auch am - zumeist - Dauer-Spitzenreiter Nordstern zu verhältnimäßig wenig Unfällen. Denn unterwegs sind dort etwa 80.000 Fahrzeuge täglich.

An einigen Stellen in Düsseldorf hat es 2017 jedoch auffallend öfter als sonst gekracht. Allen voran die Kreuzung Friedrich-/Herzogstraße, die von Platz 31 in der Polizeistatistik auf Platz 7 stieg. 65 Verkehrsunfälle wurden dort gezählt "das Meiste waren Blechschäden", sagt eine Polizeisprecherin; zweimal gab es Verletzte.

Stadt will Unfallrisiko auf einigen Kreuzungen senken

Mit dem Start der Wehrhahnlinie wurde der Radweg dort auf 1,60 Meter verbreitert, was das Radfahren wohl recht sicher macht. Aber die Fahrbahnen machen seit dem vergangenen Jahr einen Schwenk - aus Sicht der Polizei der Grund, dass es dort so häufig krachte. Laut Stadt soll die Kreuzung aber noch in diesem Jahr 'entschärft' werden. Die Verkehrsführung sei "in einem Zwischenzustand", sagte ein Stadtsprecher. Die Straße werde "planerisch bearbeitet".

Auch an der Kreuzung Am Wehrhahn/Worringer Straße mit dem Übergang in Richtung Toulouser Allee will die Stadt das Unfallrisiko möglichst senken. 108 Unfälle wurde dort 2017 gezählt, fast 30 mehr als im Jahr davor und 22 mehr als im Jahr 2015. Verkehrsführung und Ampelschaltung sollen dort verändert werden, teilt die Stadt mit: "Eine Umsetzung des neuen Zustandes erfolgt voraussichtlich im ersten Halbjahr 2018."

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