Tag der Architektur

Wohnprojekt Q-Bus

Tag der Architektur - Martine Richlli (Vorsitzende des Vereins Wohnen mit Kindern) vor dem Wohnprojekt "QBUS" an der Halleschen Straße in Düsseldorf am Mittwoch den 25.06.2014. Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool

Foto: Lars Heidrich

Tag der Architektur - Martine Richlli (Vorsitzende des Vereins Wohnen mit Kindern) vor dem Wohnprojekt "QBUS" an der Halleschen Straße in Düsseldorf am Mittwoch den 25.06.2014. Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool Foto: Lars Heidrich

Düsseldorf.  25 Familien mit Kindern planten und bauten - Vorstellung am Tag der Architektur

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Zwei Jahre haben sie zusammen geplant, fast genau so lange hat der Bau gedauert – jetzt ist das gemeinschaftliche Wohnprojekt „Q-Bus“ für das Wohnen mit Familien und Kindern an der Halleschen Straße 42 fertig. Am kommenden Samstag, 28. Juni, öffnen sich zum Tag der Architektur die Türen der Häuser, in denen jetzt 48 Erwachsene und 43 Kinder aus insgesamt sieben Nationen in Häusern und Wohnungen leben, die sie selbst mit geplant haben.

Entstanden ist das Gemeinschaftsprojekt aus dem Verein „Wohnen mit Kindern“ und dessen ersten Bau an der Otto-Petersen-Straße. „Das Projekt Q-bus war furchtbar anstrengend, aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht und wir haben alle viel gelernt“, blickt Martine Richli, eine der Geschäftsführerinnen des Projekts, auf die vergangenen vier Jahre zurück. 25 Familien, davon 15 neu hinzu gekommene, planten gemeinsam für die 4000 Quadratmeter große Fläche, die die Stadt vermittelte. „Wir haben auch gemeinsam Workshops besucht, etwa über Gartengestaltung und Recht“, so Richli. Ein Landschaftsplaner und der Architekt Thomas Lückgen vom Büro „werk.um“ aus Darmstadt wurde engagiert, der bereits das Haus der Architektenkammer im Medienhafen gestaltete.

Auf die Familien zugeschnitten

Jetzt verteilen sich dort 28 Eigentumswohnungen von 80 bis 160 Quadratmetern Größe auf zwei Bauten, zwischen denen Gärten liegen. „Alle Wohnungen wurden auf die Familien zugeschnitten“, betont Richli. Im Sommer 2013 konnten sie einziehen. Neben den Wohnungen hat die Baugruppe zudem ein Gemeinschaftshaus errichtet. Dort steht ein Treff für alle zur Verfügung, in dem auch Kurse wie etwa Yogaübungen für die Anwohner laufen. Außerdem gibt es dort eine Sauna und einen Jugendraum. Jugendliche können dort auch in einem Musikraum ungestört Trompete oder Schlagzeug üben.

Alles wurde im Passivhaus-Standard gebaut, betont Richli. „Wir haben deshalb alle sehr geringe Energiekosten. Außerdem erzeugen wir ein Drittel unseres Stroms durch Solarenergie selber.“ Dennoch sei das Projekt, gemessen an Düsseldorfer Verhältnissen, relativ preiswert. Die Kosten lagen laut Richli bei 2400 Euro pro Quadratmeter. „Hier gibt es außerdem neun vom Land geförderte Eigentumswohnungen für Familien, die nicht so viel Geld aufbringen konnten“, betont Richli.

Besichtigung am Tag der Architektur, Samstag, 28. Juni, von 14 bis 17 Uhr, in Begleitung der Architekten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik