Altstadt/ Pempelfort.

Zweite Freitreppe am Rhein

Grafik zu der Erweiterung der Rheinuferpromenade in Düsseldorf

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Foto: NRZ

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Düsseldorf.  Wenn es ein Erfolgsmodell der Stadtgestaltung gibt, ist es die Rheinuferpromenade. Architekt Niklaus Fritschi hat vor rund 20 Jahren für das Aussehen der Promenade über den neuen Tunneln gesorgt, die die Stadt an den Rhein brachten. Jetzt hat das Büro Fritschi und Stahl Ideen für eine Verlängerung dieser Promenade von der Oberkasseler Brücke bis zu den Rheinterrassen vorgelegt. Fritschi reagiert damit auf den Wunsch der Stadtspitze, die Promenade zu verlängern (die NRZ berichtete).

Im Rat wurde auf Antrag von CDU und FDP im Dezember beschlossen, 250 000 Euro Planungsmittel im Etat 2014 bereit zu stellen. Allerdings ist die Idee zur dieser Fortsetzung schon drei Jahre alt. 2010 bestellte die IDR (Industrie-Terrain Reisholz) beim Büro eine Machbarkeitsstudie zur Fortführung der Promenade. Die verschwand aber zunächst in den Verwaltungs-Schubladen.

Fritschi und seine Partner haben nun ein charmante Idee zur neuen Promenade vorgelegt. Sie soll das bisherige „blaue Band“ der Steinplatten auf dem Fuß- und Radweg bis zum Rheinpark hin verlängern. Dafür wird, ähnlich wie die bestehende Ufermeile, die neue Promenade mit 144 Bäumen gesäumt.

Anziehungspunkt wird eine rund 30 Meter breite Freitreppe zum Rhein hin. Sie liegt in der Verlängerung der Inselstraße in Höhe des Ulanen-Denkmals und verbindet Hofgarten, Museen und Rheinufer. Schon die Freitreppe am Burgplatz ist eine viel genutzte Attraktion, die neue Freitreppe würde wohl ähnlich beliebt werden. Ebenso wie die von Fritschi vorgeschlagenen Kasematten, die unterhalb der neuen Promenade entstehen können. Allerdings mit weniger Trubel, eher zum Ausruhen gedacht.

Oben schlendern die Passanten über eine breite grüne Fußgängerzone parallel zum Joseph-Beuys-Ufer und dem Rheinpark. Unter ihnen bleiben 380 Parkplätze am Rheinufer zwischen Ehrenhof und Rheinstrom erhalten, es sind sogar 50 mehr als bisher. Denn die Promenade muss, das war von Anfang an auch Vorgabe der Politiker, die Parkplätze am Rheinufer überdachen.

„Wir müssen die Parkplätze dort überbauen, denn unten darf nichts entstehen, was das Hochwasserprofil beeinträchtigt“, erklärt Fritschi. Bei starkem Hochwasser werden also die Parkplätze am Ufer überspült. Ob die Fußgängermeile darüber auf Stelzen steht oder anders abgestützt wird, muss mit den Statikern noch ausgerechnet werden.

Wenn denn das Büro Fritschi den Auftrag bekommt. Denn noch ist nichts entschieden. Auch zu den Kosten für die Verlängerung kann noch niemand eine Zahl nennen.

„Wir würden das wirklich sehr gerne machen“, sagt der bekannte Architekt. Schließlich ist es die Fortsetzung der Promenade, die Fritschi vor 20 Jahren mit dem damaligen Tunnelbauer Erich Waaser entwickelt hat.

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