Meet!-Europa-Tour

18-jährige Duisburgerin entdeckt mit Stipendium Europa

Meet!-Europa Stipendiatin Silan Tüysüz aus Duisburg. Sie hat am meet!-Programm teilgenommen. Die Stiftung Mercator ermöglicht so einen vollfinanzierten dreiwöchigen Aufenthalt in Europa.

Meet!-Europa Stipendiatin Silan Tüysüz aus Duisburg. Sie hat am meet!-Programm teilgenommen. Die Stiftung Mercator ermöglicht so einen vollfinanzierten dreiwöchigen Aufenthalt in Europa.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Silan Tüysüz aus Hamborn hat an einem Stipendienprogramm der Stiftung Mercator teilgenommen. Im Frühjahr beginnt die neue Bewerbungsphase.

Silan Tüysüz aus Duisburg hat an der „meet! Mercator Europa Tour“ der Stiftung Mercator teilgenommen. Für die 18-Jährige war die vollfinanzierte dreiwöchige Reise ein erster Blick über den Tellerrand. Geboren in Hamborn, möchte die ehemalige Schülerin des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums – das Abitur hat sie mit der Note 1,0 bestanden – für andere ein Vorbild sein.

„Es war die beste Zeit meines Lebens“, sagt die Duisburgerin über das zurückliegende Stipendium. Dieses hat der Duisburgerin ihre ersten internationalen Schritte ermöglicht. Gemeinsam mit den anderen 22 Stipendiaten aus dem Ruhrgebiet ging es auf große Reise: Nach einem Kennenlernen in Hattingen folgte eine Reise nach Ungarn und Österreich, später Berlin. „Wir haben viel über eine europakritische Regierung erfahren“, sagt die Duisburgerin über den Aufenthalt in Budapest.

Praktikum an der Charité in Berlin

Es folgte für Silan Tüysüz ein einwöchiges Mini-Praktikum in der Charité in Berlin. Für die Duisburgerin ein besonderes Erlebnis, beginnt sie doch ab Oktober ein Studium der Medizin. „Ich habe etwa die Visite der Intensivstation begleitet“, sagt sie. Auch die Virologie hat sie kennengelernt. Sie selbst möchte später Chirurgin werden.

Das schlechte Bild über den Duisburger Norden, der Ruf als „No-go-Area“, stören die angehende Studentin. Schüler sollten sich dadurch nicht entmutigen lassen. „Es spielt keine Rolle, wo du herkommst und es soll auch nicht die Bildung beeinflussen“, sagt die Kurdin.

Neue Bewerbungsphase ab Frühjahr 2020

Auch wenn Silan Tüysüz mit schulischen Leistungen überzeugen konnte – für die Teilnahme am meet!-Programm war das keine Voraussetzung. „Wir wollen verschiedene Personen zusammenbringen. Die Persönlichkeit muss überzeugen“, sagt Teresa Spancken, Projektmanagerin bei der Stiftung Mercator.

Gesucht werden junge Erwachsene, die mindestens 18 Jahre alt sind und das Abitur oder Fachabitur abgeschlossen haben. Noten spielen keine Rolle. Angesprochen sind nur Personen aus dem Ruhrgebiet. Die nächste Bewerbungsphase startet im Frühjahr. Mehr Informationen unter meet-europa.de

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