Instagram-Influencerin

333.000 Follower: Duisburgerin lebt von Instagram und Mode

Ausschnitt aus dem Instagram-Feed von Romina Meier („donnaromina“) aus Duisburg. Über 330.000 Menschen lassen sich von ihrem Modesinn inspirieren.

Ausschnitt aus dem Instagram-Feed von Romina Meier („donnaromina“) aus Duisburg. Über 330.000 Menschen lassen sich von ihrem Modesinn inspirieren.

Foto: Selina Sielaff / funkegrafik nrw

Duisburg.  Romina Meier aus Duisburg hat geschafft, wovon viele träumen: Sie lebt von ihrem Instagram-Auftritt und präsentiert Mode. So kam es zum Erfolg.

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Viele hoffen auf die große Instagram-Karriere. Für Romina Meier aus Duisburg wurde dieser Traum tatsächlich Wirklichkeit: Auf ihrem Kanal zeigt die 24-Jährige ihr Gespür für Mode – und das alles „frei Schnauze“ und auch mal im schönsten Ruhrdeutsch. „Ich bin ich selbst und verstelle mich nicht“, sagt sie. 333.000 Follower lassen sich täglich von ihr inspirieren. Wie Instagram ihr Leben finanziert und wie ihr Erfolg entstanden ist:

Romina Meier, die auf Instagram „donnaromina“ heißt, gibt auf der Fotoplattform in Sachen Mode den Ton mit an. Täglich präsentiert sie ihre stilsicheren Looks – 1297 Bilder hat sie schon geteilt, viele davon entstehen spontan. Die Hochglanzbilder, die in jeder Modezeitschrift erscheinen könnten, macht sie aber mit dem Handy. Statt Haute Couture gibt es viel Mode von der Stange.

Von Outfits-Fotos mit der Schulfreundin zur erfolgreichen Influencerin

Mit 14 Jahren fängt vor zehn Jahren alles an. Auf der Internetseite Lookbook präsentiert sie mit einer Schulfreundin ihre Outfits. Am Anfang noch heimlich und ohne das Wissen ihrer Mutter, wird die ehemalige Schülerin des Max-Planck-Gymnasiums später von Mama unterstützt.

Schon seit 2012, da ist die Duisburgerin gerade 18 Jahre alt, teilt sie ihr Leben auf Instagram. Damals absolviert sie noch eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Doch dann setzt sie alles auf eine Karte und kündigt nach der Ausbildung ihren sicheren Job: „Ich habe mich was getraut und mir selbst was aufgebaut.“ Seitdem betreibt sie Vollzeit ihr eigenes Blog.

Heute ist sie sowas wie eine Selfmade-Unternehmerin und vermarktet sich als Person. Von der Buchhaltung über die Steuern bis hin zur Prüfung der Verträge – die Duisburgerin macht alles selbst. „Mein kompletter Tag ist Arbeit. Selbst im Urlaub sitze ich abends am Laptop.“

Doch was ist überhaupt ein Influencer?

Influencer bekommen Waren zugeschickt, um sie auf dem virtuellen Bilder-Tagebuch Instagram zu präsentieren. Die Duisburgerin ist so wie viele andere eine menschliche Werbeplattform und zugleich doch die Freundin von nebenan, die Stylingtipps und neue Trends teilt. Unternehmen haben dieses Potenzial entdeckt. Die jungen Kreativen sind glaub- und vertrauenswürdige Fürsprecher ihrer Produkte und setzen Kaufanreize beim jungen Publikum.

Romina Meier würde sich selbst dennoch nicht als Influencerin bezeichnen: „Ich bin Content-Creatorin.“

Sie weiß aber, dass sie mit ihren Fotos unterbewusst andere beeinflusst. Deshalb stelle sie auch nur Produkte vor, hinter denen sie steht. Sie nutzt ihre Reichweite aber auch, um etwa auf Tierschutz-Fallen im Urlaub hinzuweisen – positioniert sich etwa bei einer Reise in Dubai klar gegen das Kamelreiten.

Karriere auf Instagram: Das Erfolgsrezept

Doch neben den Fotos, auf denen Romina Meier Werbung für Kunden platziert, lässt sie ihre Follower auch an ihrem Alltag teilhaben. Vielleicht eines ihrer Erfolgsrezepte: „Ich bin sehr privat und stehe mit vielen im Austausch.“

In ihren Storys, 15-sekündige Video-Clips, die nach 24 Stunden automatisch gelöscht werden, nimmt die Duisburgerin ihre Folgschaft mit in den Urlaub oder auf ein Date mit dem Freund.

Die Liste ihrer Werbepartner ist lang: Für die Handyhüllen der Marke „iDeal of Sweden“ wird sie das deutsche Kampagnengesicht. In Kooperation mit dem Onlineshop „Nakd“ hat sie ihrer Leidenschaft in drei eigenen Kollektionen Ausdruck verliehen. Zu ihren Partnern zählte auch der Autohersteller Opel.

Hongkong, Polen und Schweden: Mit Instagram um die Welt

Jeden Tag bekomme sie per Mail etwa 20 Anfragen von Unternehmen: „Ich nehme vielleicht 20 bis 50 Prozent an.“

Viele der Angebote seien unseriös. „Die Marke muss zu mir passen. Alle Produkte teste ich vorher.“

Ihren Followern verspricht sie ein ehrliches Urteil über die Produkte. Wie viel sie mit ihrer Selbstvermarktung verdient, darüber möchte die Duisburgerin nicht sprechen. Sie könne aber sehr gut davon leben und sich kleine Träume erfüllen: etwa eine Chanel-Tasche für 2900 Euro.

Dazu ermöglicht ihr Job eine Reise um die Welt: Für das TV-Format „Perfect Shot“ war die 24-Jährige schon in Hongkong. In der chinesischen Metropole war sie auf der Suche nach dem perfekten Foto. Mit C&A ging es nach Polen, schon mehrmals war sie für Kooperationen in Schweden. „Zu all den Orten wäre ich sonst nicht gekommen.“

Influencerin Romina Meier in Hongkong
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